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Wege nach Griechenland

Der folgende Artikel ist ein Auszug aus meinem Buch „Auswandern nach Griechenland“, Teil: Hauskauf“

„Morgen reisen wir zurück ins kalte Deutschland. Wir fliegen ab Athen, müssen drei Stunden mit dem Auto dorthin fahren. Diese Variante ist für uns günstiger und praktikabler, der nächst gelegene Flughafen von Kalamata wird von Deutschland nur via München oder Düsseldorf angeflogen. Und ob wir nun in Deutschland oder in Griechenland einige Stunden mit dem Auto fahren, ist egal. Manchmal flogen wir von Prag, einmal auch von Hamburg. Man muss halt schauen, wie es passt. Fliegen wir, müssen wir ein Auto mieten. Im Sommer kostet ein Auto schon mal 85 Euro pro Tag, im Winter bezahlen wir mitunter nur fünf Euro pro Tag, der Preis steigt zum Frühling hin an. Ich für meinen Teil buche gern bei Skyscanner, dieses Portal finde ich am günstigsten.

Die anderen Deutschen kommen zumeist mit der Fähre oder eben mit dem Wohnmobil. Diese Variante haben wir uns einmal gegönnt. Wir fuhren über Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, circa zweitausendsiebenhundert Kilometer. Wir nahmen uns vier Tage Zeit. Für mich war dies eigentlich die schönste Urlaubsfahrt, die wir bisher unternahmen. Unvergessen ist mir die Küstenstraße von Montenegro. Riesige Berge, alte Dörfer, das blaue Meer – eine Landschaft zum Niederknien. Richtig angenehm überrascht hat uns Albanien. Es gefiel uns so gut, dass wir zwei Tage blieben. Spontan fanden wir ein Hotel direkt am Meer, es war bezahlbar, mit dem üblichem Standard eingerichtet, die Küche ein Gedicht. Der Wirt fuhr morgens gegen fünf Uhr zum Fischen. Was er fing, landete mittags oder abends auf dem Tisch. Bestellte jemand Huhn, dann ging die Köchin hinters Haus zum Hühnerstall – alles weitere kann man sich denken.

Albanien ist für uns der Geheimtipp schlechthin. Es ist ein aufstrebendes Land, es wird viel gebaut, die Straßen werden von Nobelkarossen befahren. Die Jugend ist top gestylt. Gewalt und Kriminalität sind uns nicht begegnet. Die Griechen erzählen es oft: Der schlechte Ruf der Albaner resultiert daraus, dass die Gefängnisinsassen nach der abgesessenen Strafe ins Ausland entsorgt werden. Ist es so? Wir können es nicht sagen. Einer unserer Nachbarn ist Albaner. Nico ist Mitte fünfzig und wohnt allein in einer Bruchbude, die Sie nicht als Wohnhaus bezeichnen würden. Wir haben das Gefühl, er wird als Mensch zweiter Klasse behandelt. Ist zuständig für die schweren Arbeiten im Dorf. Wir mögen ihn, mitunter kommt er jeden zweiten Tag auf ein Glas Wein vorbei. Wir nutzen diese Treffen, um Griechisch zu lernen und etwas vom Land zu erfahren. Auf die Griechen ist unser Nico nicht gut zu sprechen. Er meint, sie seien faul. Naja, wir können das nicht bestätigen. Zum Arbeiten nehmen wir lieber die Griechen als unseren Nico. Er ist fleißig, aber nicht sehr zuverlässig. Obendrein hat er unseren einzigen Granatapfelbaum auf dem Gewissen. Er hat ihn im Eifer des Gefechts verbrannt.“

Vor drei Wochen bin ich mit meiner Tochter nach Griechenland umgezogen. Diesmal sind wir mit der Fähre gefahren. Mit dem Auto konnten wir unseren neuen wasserführenden Herd her transportieren. Diese Herde sind in Deutschland wesentlich preiswerter als in Griechenland. Wie so eine Fahrt mit der Fähre abläuft und was wir erlebt haben,  Mia, das Aussteigerkind, Teil 2 können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.

 

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5 Gedanken zu „Wege nach Griechenland

  1. Ich liebe Griechenland sehr und war schon sehr oft dort, wir sind immer mit dem Wohnmobil gefahren. Anfangs, vor vielen Jahren über den 1188 km langen Autoput durch Jugoslawien später dann mit Fähre von Brindisi aus. Unser Ziel war immer der Peleponese, dort gibt es tolle Plätze zum Campen. Der Ort Amaliada und der Camping Paradise war fast unsere zweite Heimat.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Ja, hier auf den Peloponnes ist es herrlich. Ich liege soeben am Meer in Gialova mit Blick auf Pylos. Der Strand ist fast leer, die beiden Campingplätze rechts und links vom Ort sind überschaubar besucht. Hier gibt es das Hotel Zoe samt riesigen Pool mit WLAN 😉 Der Ort hat mindestens zehn Restaurants, gestern zum Samstag gab es Livemusik, fehlt was? Nöö! Gruß Elke

      1. Du Glückliche!

  2. Hallo,

    können Sie mir da etwas in Griechenland oder Albanien empfehlen? Ich las davon in Ihrem Blog. Bin Frührentner, alleinreisend, mag lieber den Schatten.

    Freundliche Grüße Tillmann Beck

    1. Hallo, sicher. Wir sind die Uferstraße von Kroatien über Montenegro nach Albanien. Übernachtung findet man immer, wir haben in Eures (Albanien) in einem Hotel am Meer spontan übernachtet. Wie es heißt, weiß ich nicht mehr. Ich habe immer kurzfristig über Bookingcom gebucht. Viel Spaß! Gruß Elke

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