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Wege nach Griechenland

Der folgende Artikel ist ein Auszug aus meinem Buch „Auswandern nach Griechenland“, Teil: Hauskauf“

„Morgen reisen wir zurück ins kalte Deutschland. Wir fliegen ab Athen, müssen drei Stunden mit dem Auto dorthin fahren. Diese Variante ist für uns günstiger und praktikabler, der nächst gelegene Flughafen von Kalamata wird von Deutschland nur via München oder Düsseldorf angeflogen. Und ob wir nun in Deutschland oder in Griechenland einige Stunden mit dem Auto fahren, ist egal. Manchmal flogen wir von Prag, einmal auch von Hamburg. Man muss halt schauen, wie es passt. Fliegen wir, müssen wir ein Auto mieten. Im Sommer kostet ein Auto schon mal 85 Euro pro Tag, im Winter bezahlen wir mitunter nur fünf Euro pro Tag, der Preis steigt zum Frühling hin an. Ich für meinen Teil buche gern bei Skyscanner, dieses Portal finde ich am günstigsten.

Die anderen Deutschen kommen zumeist mit der Fähre oder eben mit dem Wohnmobil. Diese Variante haben wir uns einmal gegönnt. Wir fuhren über Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, circa zweitausendsiebenhundert Kilometer. Wir nahmen uns vier Tage Zeit. Für mich war dies eigentlich die schönste Urlaubsfahrt, die wir bisher unternahmen. Unvergessen ist mir die Küstenstraße von Montenegro. Riesige Berge, alte Dörfer, das blaue Meer – eine Landschaft zum Niederknien. Richtig angenehm überrascht hat uns Albanien. Es gefiel uns so gut, dass wir zwei Tage blieben. Spontan fanden wir ein Hotel direkt am Meer, es war bezahlbar, mit dem üblichem Standard eingerichtet, die Küche ein Gedicht. Der Wirt fuhr morgens gegen fünf Uhr zum Fischen. Was er fing, landete mittags oder abends auf dem Tisch. Bestellte jemand Huhn, dann ging die Köchin hinters Haus zum Hühnerstall – alles weitere kann man sich denken.

Albanien ist für uns der Geheimtipp schlechthin. Es ist ein aufstrebendes Land, es wird viel gebaut, die Straßen werden von Nobelkarossen befahren. Die Jugend ist top gestylt. Gewalt und Kriminalität sind uns nicht begegnet. Die Griechen erzählen es oft: Der schlechte Ruf der Albaner resultiert daraus, dass die Gefängnisinsassen nach der abgesessenen Strafe ins Ausland entsorgt werden. Ist es so? Wir können es nicht sagen. Einer unserer Nachbarn ist Albaner. Nico ist Mitte fünfzig und wohnt allein in einer Bruchbude, die Sie nicht als Wohnhaus bezeichnen würden. Wir haben das Gefühl, er wird als Mensch zweiter Klasse behandelt. Ist zuständig für die schweren Arbeiten im Dorf. Wir mögen ihn, mitunter kommt er jeden zweiten Tag auf ein Glas Wein vorbei. Wir nutzen diese Treffen, um Griechisch zu lernen und etwas vom Land zu erfahren. Auf die Griechen ist unser Nico nicht gut zu sprechen. Er meint, sie seien faul. Naja, wir können das nicht bestätigen. Zum Arbeiten nehmen wir lieber die Griechen als unseren Nico. Er ist fleißig, aber nicht sehr zuverlässig. Obendrein hat er unseren einzigen Granatapfelbaum auf dem Gewissen. Er hat ihn im Eifer des Gefechts verbrannt.“

Vor drei Wochen bin ich mit meiner Tochter nach Griechenland umgezogen. Diesmal sind wir mit der Fähre gefahren. Mit dem Auto konnten wir unseren neuen wasserführenden Herd her transportieren. Diese Herde sind in Deutschland wesentlich preiswerter als in Griechenland. Wie so eine Fahrt mit der Fähre abläuft und was wir erlebt haben,  Mia, das Aussteigerkind, Teil 2 können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.

 

Soll ich ihnen eine preiswerte Unterkunft am Meer vermitteln, dann melden Sie sich bitte über das Kontaktformular.

 

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Der Midijob beginnt bei 450,01 Euro im Monat

Krankenkassenbeiträge senken

Entscheidend für die Frage, wo der Minijob aufhört und der Midijob beginnt, ist die Höhe des monatlich zu erwartenden Durchschnittsverdienstes:

  • Beläuft sich dieser Verdienst auf maximal 450 Euro im Monat, liegt ein 450-Euro-Minijob vor.
  • Beträgt er mehr als 450 Euro, aber nicht mehr als 850 Euro im Monat, handelt es sich um einen Midijob.

Reduzierte Sozialversicherungsbeiträge für Midijobber

Während Sie als Arbeitnehmerin in einem Minijob maximal Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, fallen in einem Midijob für Sie zusätzlich auch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an. Der Vorteil bei einem Midijob besteht darin, dass Sie als Arbeitnehmerin für den vollen Sozialversicherungsschutz reduzierte Beiträge zahlen. Bis zur Grenze von 850 Euro wird Ihr Beitragsanteil als Midijobberin schrittweise nach oben angepasst.

Tipp: Mit dem Gleitzonenrechner der Deutschen Rentenversicherung können Sie die Höhe der Beiträge, die von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber zu zahlen sind, individuell berechnen.

Welchen Leistungsvorteil bringt der Midijob?

Als Midijobberin können Sie das volle Leistungspaket der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen. Beispielsweise wird Ihnen bei einer längeren Erkrankung – nach dem Ende der sechswöchigen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber – ein Krankengeld von Ihrer Krankenkasse gezahlt. Sollten Sie Ihren Midijob verlieren und arbeitslos werden, erhalten Sie Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur.

Oder wollen Sie mit 50 in Rente gehen?

Dann empfehle ich Ihnen mein Aussteigerbuch, einem Ratgeber zur Planung des vorzeitigen Berufsausstieges. Darin beschreibe ich, wie Sie nachkalkulierten können, welche Rente ob mit 63, 65 oder 67 finanziell für Sie die günstigste ist. Ich staunte nicht schlecht, als ich für mich durchrechnete, was für mich finanziell lukrativer war. Bei der Rente mit 63 bekomme ich mehr ausgezahlt, als bei der abschlagsfreien Rente mit 67. Aha, wer hätte das gedacht?!!!

Hier noch ein interessanter Link, Allerdings stimmt die Gleitzone nicht mehr.

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Mia, das Aussteigerkind, Teil 2

Mia Fischer

Teil 2

Dieses Buch ist meinen Geschwistern und meinen Großeltern in Dankbarkeit gewidmet und natürlich meinem Papa, denn der hat sich den Fuß gebrochen und muss in Deutschland bleiben. Ich habe Euch alle ganz lieb.

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie gern behalten 🙂

Und wer es uns nachmachen möchte, dem empfehle ich Mamas Aussteigerbuch, einen Ratgeber zur finanziellen Planung des vorzeitigen Berufsausstiegs. 

Fahrt nach Venedig

Nun sind wir knapp zwei Wochen hier und Mama fängt endlich wieder an zu schreiben. Ich habe dafür die neu geflieste Küche gewischt. Mama meint: „ Man könnte durchaus von einer Küchenflutung sprechen.“ Sie hat die Türen geöffnet und mein Wasserdesaster trocknet schnell. Es ist der 14. September und hier ist Sommer satt. Es werden so sechsundzwanzig Grad sein, in der Mittagssonne hält man es eher nicht aus und so sind wir drin und chillen.

Unsere Fahrt war für mich ein bisschen anstrengend. Wir waren vier Tage unterwegs mit unserem VW T4. Den ersten Stop hatten wir in Toronto. Mama wollte sich Italien anschauen. Jetzt wissen wir, wir hätten auch gleich bis Venedig durchfahren können. Die zweihundert Kilometer mehr, wären locker zu schaffen gewesen. Aber so haben wir eine Nacht länger gebraucht. Macht nichts, wir haben Zeit.

In Venedig buchten wir einen Bungalow direkt neben den Fährhafen. Selbstverständlich haben wir echte italienische Spagetti gegessen. Mittags gab es Bolognese und abends Carbonara. Wenn ich ehrlich bin, dann war das nicht der Brüller. Wenn mein Bruder kocht, dann schmeckt es viel, viel besser. Der Wein muss gut gewesen sein. Mama meinte: “Diesen Wein haben wir in der Toskana schon einmal getrunken. Damals warst Du noch Quark im Schaufenster. Aber Du hast ein Andenken, von diesem Urlaub. Besser gesagt, dort stammt Dein Name her.“ Aha, nun weiß ich auch das. Mama spricht weiter: “Wir hatten ein wunderschönes Apartment in den Bergen. Dazu gehörte ein Restaurant und die junge Köchin hieß Mia, der Name gefiel uns gut. Damals fing Dein Bruder mit kochen an, es war köstlich, was er uns servierte.“ Mama ist heute redselig, sie erzählt: „ Ja, damals bin ich immer in den Bergen spazieren gegangen. Es gab ein altes Dorf, dort oben in den Bergen. Und ein einsames Haus. Irgendwer erzählte, dort lebt eine deutsche Frau, welche Bücher schreibt. Das war mein Traum. Ruhe haben und Bücher schreiben, ganz allein in den Bergen. Heute ist der Traum wahr geworden. Mein liebes Kind mache es, wie ich, lebe Deine Träume.“ Hm, Träume habe ich viele. Ich möchte mehrere Häuser haben. Eins in Deutschland, eins in Kroatien, eins in Marokko und eins in Dubai. Natürlich meine ich Villen mit Pool. Mama fragt nach:“Wirklich in Marokko?“ Ja, sicher. Marokko war nicht Mamas Land. Dort hat es sie komplett ausgerust, rein magentechnisch gab es wohl eine Katastrophe auf der Toilette. In Dubai fand sie es interessant, aber dort wohnen? Wir werden sehen. Kroatien ist mein Traumland, wir hatten so schöne Urlaube dort. Gern würde ich mal wieder mit meinen Geschwistern dort Urlaub machen. Mama fragt: “Was ist an Kroatien schöner als an Griechenland?“ Ich meine: „Das Essen und das Meer.“ Mama sagt: „Das Meer hast Du hier auch. Aber es stimmt, hier gibt es keinen schwarzen Reis. Und der ist der kulinarische Hammer.“ Aber nun zurück zu unserer Reise.

Anderthalb Tage auf der Fähre von Venedig nach Patras

Wie gesagt, der Fährhafen war gleich neben den Campingplatz. Wir schiften uns ein. Wieder ein Witz ohne Lacher. Wir hatten unsere Blasen im Griff. Aber es wurde für Mama und mich hart. Erst warteten wir ewig in der heißen Sonne, irgendwann fuhren wir auf die gewaltige Fähre. Mamas nicht vorhandenen Fahrkünste wurden auf eine harte Probe gestellt. Es ging eine steile Eisenrampe hoch. Wir mit unserem T4 und den viel zu großem E-Bike hinten drauf. Der Gott der Autofahrerinnen hielt die Hände nicht über uns, denn es kam noch schlimmer. Mama musste rückwärts einparken. Eine Fähigkeit, die sie schlicht und ergreifend nicht besitzt. Da erfüllt sie alle Klischees, sagt sie immer. Okay, wir parkten, dank der Hilfe des erfahrenen Lotsenpersonals unfallfrei ein. Ja, Papa. Du kannst es glauben, Mama produzierte keinen Kratzer an deinem T4.

Wir stiegen aus und nun kam die eigentliche Katastrophe. Schlagartig begriff Mama, wir können während der Überfahrt nicht ins Auto. So hatten wir uns das nicht gedacht. Mama nahm an, wir können im Auto übernachten. Nein. Alle verließen das Auto mit ihren Koffern. Nur wir hatten das nicht eingeplant. Hektisch sammelte Mama eine Notreserve an Essen und für jeden eine Jacke ein und dann gingen wir zum Deck. Setzten uns. Mama sammelte sich und begriff den Umfang der Katastrophe. Dreiunddreißig Stunden auf einem Schiff, ohne irgendetwas außer Geld und Kreditkarte. Nach einer Viertelstunde Schockpause hatte Mama genug meditiert und fand sich wieder. Wir suchten die Information auf und erfuhren, dass wir bis zur Abfahrt ins Auto können. Derweil saßen wir neben einer Jungstruppe, die hatten unser Desaster mitbekommen und schauten mitleidig rüber. Nun ging Mama zum Auto und holte die Isomatte sowie unsere Schlafsäcke. Wir waren gerettet, dachten wir. Die Jungs waren ebenso beglückt von der Nachricht, dass sie noch in ihr Auto konnten. Ein großer netter Bursche brach auf und reicherte sein Biervorrat an. Er war nett. Fragte Mama:“ Ist ein Bierchen willkommen?“ Mama lachte und sagte: “Herzlichen Dank, ich habe mein Weinchen dabei.“ Die Jungs waren nun unsere Nachbarn, wir schliefen Kopf an Kopf auf dem Deck und halfen uns, wenn es nötig war.

Ja und es wurde noch einen Zacken mieser. Es begann zu stürmen und zu regnen. Es regnete rein. Wobei reinregnen jetzt nicht ganz korrekt ist. Wir waren ja draußen an Deck und es war kalt und nass. Zu nass und kalt. Mama hatte es satt. Sie ging zur Information und wollte eine Kabine buchen. Diese sollte einhundertsiebzig Euro kosten. Das war meiner preisbewussten, gern auch geizigen Mama, zu viel. Es geht immer irgendwie. Ja und es ging. Das Personal hatte Mitleid mit uns. Wir durften rein und bekamen zwei trockene Sitzplätze zugewiesen. Es waren die sogenannten Pullmannsitzte. Die wir wohl sogar auch gebucht hatten, denn wir buchten „Camping on Bord“.

Wir knapperten unsere Erdnüsse, waren happy und schliefen mittelprächtig zwischen soundsoviel Leuten. Früh am Morgen gab es ein Kompliment für mich. Eine Frau mit einem sehr dicken Hinter, er ruhte die Nacht neben uns, sprach Mama im österreicher Dialekt an. Sie meinte: „Ich gratuliere Ihnen zu diesem Kind. Es ist sehr brav und wohlerzogen.“ Mama antwortete: „Kein Problem. Wir sind das Campen gewohnt.“ Nach der stürmischen Nacht meinte es der Wettergott wieder gut mit uns. Den Rest der Reise schien die Sonne. Wir quartierten uns häuslich neben den Jungs ein und hatten Meerblick satt. Ja, doch und nun wurde es so richtig gemütlich. Wir lagen kuschlig auf dem Deck herum und genossen die Bootsfahrt.

Ich spielte so vor mich hin und Mama machte das, was sie am besten kann – nichts. Hatten wir Hunger oder Durst gingen wir ins Restaurant, uns fehlte nichts. Allerdings schlug unsere Höhenangst zu. Wir gingen eine Etage höher und beide hatten wir Höhenangst. „Schaue ja nicht ins Meer.“, sagte Mama. Wir besuchten nur einmal das Oberdeck, das war nicht unser Ding. Nun hatten wir keinen Plan, wir wussten es nicht. Fuhren wir vierundzwanzig Stunden oder vierunddreißig?

Plötzlich räumten einige Decknachbarn ihre Schlafsäcke zusammen. Sind wir bald da? Mama dachte es und rollte die Schlafsäcke zusammen. Nein, wir waren auf dem falschen Dampfer. Oder besser gesagt, es gab einen Zwischenstopp. In Patras würden wir erst ein Uhr nachts ankommen. Po eh. Mama fluchte vor sich hin. Lieber wäre sie mit dem T4 über Kroatien und Albanien gefahren, da kann man Zwischenstopp machen, wenn man müde ist. Nun müssen wir uns den Ankunftszeiten der Fähre beugen und zur nachtschlafenden Zeit Interesse zeigen. Das bekommen wir nun auch noch hin. Denken wir.

Mama rollt die Schlafsäcke wieder auf und wir pennen. Bis es tutet, die nächtliche Ankunft in Patras wird per Lautsprecher unüberhörbar verkündet. Mama rollt und packt, sie ist gechillt. Eine Bootsreise vertreibt Stress. Es ist nach Mitternacht, wir packen und parken aus. Kutschieren vom Schiff in die Stadt, begreifen, wir fahren in die falsche Richtung. Lenken um, fahren in die richtige Richtung, das Navi gibt uns recht. Wir halten an. Es gibt eine griechische Hochzeit. Mama fragt, ob wir einen Wein und eine Cola bekommen können. Ja, wir bekommen es. Sehen der sich auflösenden Hochzeitsgesellschaft bei den letzten griechischen Tänzen zu.

Ich bin müde. Mama ist fasziniert, von den rhythmischen Tänzen und der herrlichen Feier. Wir trinken aus, parken am Meer, die Wellen rauschen, die Musik der Hochzeitsfeier tönt herüber. Mama hat eine Flasche Sekt. Ein Geschenk zu ihrem fünfzigsten Geburtstag von einer guten Freundin. Mama köpft die Flasche, der Korke knallt übers Meer. Mama trinkt und sagt: “So Mia. Jetzt sind wir angekommen. Dort wo ich hinwollte.“ Ich kann mich kaum auf den Beinen halten. Das Meer rauscht, wiegt uns in den Schlaf. Wir schlafen, wie die Murmeltiere, tief und fest. Morgens ist Mama eher wach, fährt weiter. Ich liege, schlafe und bin nicht ansprechbar. Bis Mama beim Bäcker hält. Es gibt starken Kaffee für die Fahrerin und einen lila Smoothie für mich. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, wir haben gute Laune und schmettern ein Morgenlied in die griechische Landschaft. Kalothitera! Es sieht so aus, wir sind willkommen.

Wir fahren und fahren, es wird warm und dann wird es heiß. Mama bremst, wir halten am Meer und gehen baden. Herrlich!

Irgendwann sind wir ohne Katastrophen da. Endlich angekommen. Papa sagte einmal: „Das ist jetzt unser neues Zuhause.“ Mama sieht es auch so, ich bin mir da nicht so sicher.

Nun ja, wir haben eine Woche Zeit, dann beginnt die Schule. Ich möchte im Meer baden. Also fahren wir ans Meer, baden und landen einen Glückstreffer. Wir entdecken einen riesigen Pool. Direkt da, wo wir immer im Meer baden, gibt es ein Hotel, sehr exklusiv und teuer. Und eben ausgestattet mit einem herrlich großen und einsamen Pool. Und mit einer Steckdose für unser Macbook. Denn wir gehen jetzt zum Pool und schauen Filme zum Lachen an. Davon später mehr. Nun heißt es erstmal. Kalinichta (Gute Nacht.)

Die erste Schulwoche

Am Montag beginnt die Schule, neun Uhr sollen wir da sein. Die Kinder kommen mit ihren Eltern oder Großeltern. Mich begleitet Mama und Theo. Theo managet alles, spricht mit dem Direktor und der Lehrerin, übersetzt uns das Gesagt. Danke Theo!

Keiner trägt einen Ranzen. Ich habe diesen ebenfalls zu Hause gelassen. Am ersten Tag wird noch nicht gelernt, es gibt ein kleines Fest. Oder besser gesagt, die Popen weihen das Schuljahr ein und wünschen allen ein schönes, erfolgreiches Schuljahr. So gegen zehn Uhr beginnt das ganze. Wir Kinder stellen uns in Reihen auf. Am Ende steht immer der Lehrer. Ich habe eine Lehrerin. Wir sprechen die Lehrer mit dem Vornamen an.

Nun geht es los. Drei Popen kommen, tragen schwarze Kleider und einen lustigen Hut. Sie zünden Weihrauch an, singen und sprechen. Es zieht sich hin, mir wird schlecht vom Weihrauch. Da muss ich wohl durch.

Nächstes Jahr werde ich verstehen, was sie sagen und singen. Nun ist mir langweilig. Die anderen Kinder sind ruhig, hören zu und bekreuzen sich oft. Es wird gebetet. Und dauert und dauert. Plötzlich nimmt der älteste Pope ein Kreuz, hält es an einen grünen Zweig, taucht das Kreuz ins Wasser und bespritzt die Kinder. Die Kinder kichern, schreien und lachen. Der Direktor ruft mit mächtiger Stimme dazwischen, fordert Ruhe ein. Meine neuen Mitschüler hören und es kehrt wieder Ordnung ein. Der Pope spritzt weiter, alle beten wieder und irgendwann ist Schluss. Puh.

Ich gehe mit meiner Klasse und der Lehrerin noch kurz ins Klassenzimmer. Wir setzten uns auf die Tische, dorthin, wo wir uns platzieren möchten. Die Tische stehen in U-Form, neben mir sitzt ein Mädchen und ein Junge. Es gibt vier Jungs und sieben Mädchen, mit mir sind wir zwölf Schüler in der Klasse. Die Kinder erzählen der Lehrerin, was sie in den Ferien gemacht haben. Endlich ist es geschafft, wir sind entlassen und können nach Hause gehen. Es ist so gegen zwölfuhrdreißig.

Wir gehen erstmal zu Theo und Litscha, laufen keine fünf Minuten. Wir sitzen, wie immer, um den Tisch und ich erzähle Litscha davon, wie es in der Schule war. Litscha hat zur Feier des Tages frische Sardinen geholt. Diese backt sie ohne Mehl in der Röhre. Das ist die gesunde Variante. Eigentlich werden die kleinen Fische in Mehl gerollt und in der Pfanne mit viel Olivenöl gebraten. Wir sind hier in der Nähe von Kalamata. Die Einheimischen sagen, in der Gegend um Kalamata wachsen die besten Oliven und hier kommt das beste Olivenöl her. Fakt ist, das Öl schmeckt himmlisch. Ich tunke mein frisches Brot hinein und streue etwas Salz darüber. Lecker! Lecker! Da brauche ich nichts weiter.

Mittlerweile serviert Litscha den Fisch. Theo rührt die Soße an, Olivenöl mit Zitrone gerührt mit einem kleinen lustigen, elektrischen Gerät. Anschließend träufelt Theo die Soße über die knusprigen Sardinen. Es duftet köstlich und schmeckt herrlich. Ich lange ordentlich zu. Dazu wird frisches Brot gereicht. Bei den Griechen gibt es zu jeder Mahlzeit Brot. Sie mögen es und putzen die Teller damit optimal sauber. Wobei aufessen wird hier nicht so groß geschrieben, oft lassen die Griechen etwas auf dem Teller liegen. Die Gläser werden auch nicht geleert. Mama findet das verschwenderisch. „Schade um den schönen Wein.“, sagt sie immer.

Der erste Schultag war kurz, aber anstrengend. Wir fahren in unser Bergdorf, dieses ist circa fünf Kilometer entfernt. Es ist richtig heiß und Zeit für ein kurzes Nickerchen im kühlen Schlafraum mit Blick auf die grandiosen Berge. Wir sind geschafft, können jedoch nicht einschlafen und so schauen wir zwei Folgen meiner Lieblingsschnulze „Downton Abbey“ an.

An den andren Tagen beginnt die Schule acht Uhr und bis zwölfuhrdreißig muss ich Interesse zeigen. Mama bringt mich morgens zur Schule und holt mich auch ab, wenn Litscha Zeit hat, kommt sie mit. Was soll ich sagen, gefällt es mir in der Schule? Ich sage: “Es ist normal.“ Wir dürfen viel draußen spielen. Die Kinder aus meiner Klasse sind alle meine Freunde. Wir spielen oft Basketball. In der Schule verstehe ich nicht viel. Dann male ich mit Bleistift und radiere es wieder weg. So machen es die anderen Kinder auch,  wenn ihnen langweilig ist.

Ich bekomme extra Unterricht, damit ich die Sprache lerne. Eine nette Lehrerin aus Frankreich übernimmt den Job, bis die eigentliche für mich zuständige Lehrerin kommt. Die Lehrerin aus Frankreich kann Deutsch sprechen, wir verstehen uns gut. Über das Wochenende bekomme ich Hausaufgaben. Ich muss das Alphabet lernen und zehn neue Wörter. Für mich ist das keine Problem, Mama hat es nicht so gut drauf. „Ti na kanete (da kann man nichts machen).“, sagt Mama. Am Freitag habe ich Englisch, das macht richtigen Spaß. Französisch lernen wir auch, darüber freut sich Mama sehr.

Das Wochenende verbringen wir am Meer

Ich bin happy, die erste Woche ist geschafft und gleich nach der Schule fahren wir ans Meer und bleiben bis zum Sonntag. Wir schlafen in unserem Campingbus und genießen das Leben am Meer. Mama hat sich zu ihrem fünfzigsten Geburtstag ein Schlauchboot geleistet und ich habe eine neue Angel bekommen. Wir wollen angeln, blasen das Boot auf, packen die Angel ein und ab geht es aufs Meer. Allerdings ist es windig, die Angel verfitzt sich. Mama wird sie an diesem Wochenende noch oft entfitzen müssen. Um es kurz zu machen, wir fangen nichts. Dreimal beißt ein Fisch an, immerhin. „Gefühlte einhundert Mal war die Angel im Arsch.“, meint Mama.

Nun gehen wir zum Pool, schwimmen und relaxen. Und so verbringen wir das Wochenende mit Schwimmen, Angeln oder Relaxen in der Launchbar am Meer, hier gibt es WLAN. Ich habe mein Handy dabei und treffe alle meine deutschen Freunde im Handy per Videoanruf wieder. Wir schwatzen ausgiebig. Ich hole mir Anglertipps bei meinem Freund, Mama hat paar Fachfragen zur Angelmechanik, er gibt ihr kompetente Antworten und führt Mama in die Funktionsweise einer Angel ein, das ist Neuland für sie.

Am Samstagmorgen ist es windstill, das Meer ist ganz flach und glänzt ruhig in der Sonne. Gegenüber in der Bucht gibt es eine kleine Insel, die ist heute morgen unser Ziel. Wir stärkten uns mit einem ungesunden Frühstück, frisch gekauft beim Bäcker, schnappen uns das Schlauchboot und ab gehts: ins Inselhopping-Abenteuer. Wir schätzen die Entfernung. Ich denke, es sind drei Kilometer bis zur Insel. Mama sagt:“ Keine Ahnung, ich habe keinen Anhaltspunkt und konnte noch nie Entfernungen richtig einschätzen. Es kann auch nur ein Kilometer sein.“ Wir rudern abwechselnd. Naja, Mama ist öfters dran, es ist schon nicht so nah.

Später erfahren wir von unserem Campingnachbar, einem netten Österreicher, es sind tausendzweihundert Meter. Aha.

Gestern haben wir den Film vom Komiker Otto gesehen, „Spiegeleiland“ war zum schießen. Wir saßen, stromversorgt am nächtlichen Pool und amüsierten uns köstlicher per Youtube. Der Film lieferte uns die Inspiration für unser Spiel. Derjenige, welcher arbeiten und rudern muss, wird vom anderen per Ruderboot-Entertainment unterhalten. Es gibt selbstverständlich auch einen Werbeblock: In unserem Fall für Ruderroboter in allen Ausführungen: Rot, grün, blau -sowieso. Groß und klein, schnell und langsam, wir haben alles im Angebot. Wer es langsam mag, dem empfiehlt die Werbung den ultimativen Kinderruderroboter. Wenn ich rudere, dann drehen wir uns manchmal im Kreis. Mama ist mit Entertainern dran und kreiert einen Kinderroboter, der mit künstlicher Intelligenz erfasst, wann der Mitfahrer einen Panoramarundblick wünscht. Ich rudere, drehe meine Kreise und lache mich halb Tod. Dann kann ich nicht mehr und überreiche Mama die Ruder. „Ganz vorsichtig, mache ja langsam!“, meint Mama. Ein Ruder hat ein Teil verloren und würde sofort unter gehen, wenn es über Bord gänge.

Nun fährt mein Ruderboot-Entertaiment zu Höchstleistungen auf. Ich spiel: Makoeiland. Wieder so eine Lieblingsschnultze aus dem Fernsehen von mir. Ich spiele, die Insel ist Makoeiland, es ist Vollmond und wir verwandeln uns in Meerjungfrauen. Ich kläre Mama auf: „ Es gibt auch Meerjungmänner.“ Mama gibt zu, davon hat sie noch nie etwas gehört. Und nun kommt meine alles entscheidende Frage an Mama: „Möchtest Du eine Meerjungfrau werden oder ein Meerjungmann?“ Mama kann sich vor Lachen nicht halten, stellt den Ruderjob kurz ein und lacht und lacht. Ich lache mit. Frage plötzlich: „Warum lachen wir eigentlich.“ Mama lacht weiter und sagt grinsend: „Ich denke, ich sollte eine Meerjungmann werden.“ Sie setzt lächelnd die Ruderei fort.

Die Insel kommt näher. Ich entdecke eine Hölle. Die künstliche Intelligenz unserer Ruder sagt uns, wir sollten uns einmal im Kreis drehen und das Panorama genießen sowie die Höhle bewundern. Ich schwatze von der Höhle. Mama begreift nur langsam, warum die Höhle – sie ist winzig – so wichtig für uns ist. „In der Höhle werden junge Mädchen zu Meerjungfrauen.“, erkläre ich geduldig. Mama meldet eine Verständnisfrage an: „Muss ich ein Mann sein oder kann ich auch als Frau ein Mehrjungmann werden?“ Diese Frage ist mir zu blöd, da gibt es keine Antwort drauf. Mama verzieht schmollend das Gesicht, schiebt eine Panoramarunde ein und erkundet die örtlichen Gegebenheiten. Wo sollen wir anlegen?

Sie entscheidet sich rechts vom Anlegesteg und wir landen an spitzen Felsen. Mama springt hoch auf die Rampe, ich auch und dann ziehen wir das Schlauchboot sicherheitshalber auch gleich mit hoch. Geschafft, nun kann die Inselerkundigung los gehen. Es wird nicht ewig dauern, die Insel ist sehr klein. Es gibt nur einen gepflasterten Weg bergan. Wir haben keine Schuhe mit, also balancieren wir die Pflaster hoch. Nach maximal zwanzig Metern haben wir das Pfadende erreicht und sind oben. Stehen vor einem Denkmal. Gewidmet den britischen Gefallenen, welche im Jahr 1827 hier in der Navarinobucht in irgendeinem Krieg gestorben sind. Mama meint: „Kriege sind sowas von sinnlos.“ Ich bin ja nicht blöd, das weiß ich auch.

Mama kalkuliert vor sich hin: „Ein Mensch kommt vierundzwanzig Stunden ohne Wasser und noch länger ohne Essen aus. Bleiben wir eine Woche?“ Hä? Mama hat wohl einen Sonnenstich.

Nach einer Stunde, wir springen zwischendurch ins Meer und baden, ist mir langweilig. Mama gibt sich geschlagen, der Wind nimmt zu und wir rudern zurück. Der Wind nimmt gaaaanz schön zu, die Wellen werden höher und wir haben das Gefühl, wir kommen nicht voran. Mama hat es satt. Ruft:“ Mann über Bord!!!“ und springt ins Wasser. Nun schwimmt sie und zieht mich und das Boot hinter sich her. Das gefällt mir gut, ich bekomme richtig gute Laune und schmettere einige Lieder übers Meer. Ich frage meinen Schwimmroboter mit der künstlichen Intelligenz: „Schaffst Du es.“ Er antwortet: “Kein Problem.“ Ach, ich liebe den wissenschaftlich-technischen Fortschritt, die Sonne, das Meer und das Leben. Und schmettere noch ein selbst gedichtetes Lied in das Universum. „Goldini, Goldini, ich feire mei Leeben.“, brülle ich im schönsten Sächsisch gegen den Wind.

Dank dem technischem Fortschritt kommen wir irgendwann mal an. Bloß gut. Es wird nämlich ziemlich heiß, trotz Wind, die Sonne grillt mich. Ich habe mich derweil angezogen, Mama ist im Adamskostüm. Ergo bin ich fürs Boot zuständig und ziehe es an den Strand. Mama hüllt sich ins Handtuch ein. Unsere Landung ist geglückt. Mama hatte ihren Frühsport und damit ist ihr Tagesoll erfüllt.

Meins noch nicht. Ich muss noch etwas lernen. Es ist das griechische Alphabet und zehn oder zwölf Wörter. Für mich ist das kein Problem. Aber wenn ich Mama abfrage, nun ja. Ich kann ihr nur eine Drei minus geben. Mama ist trotzdem begeistert, weil ich nach einer Woche Schule schon das gesamte Alphabet kann. Ich habe nun auch mein Tagessoll erfüllt.

Wir relaxen, schwimmen, Mittags gibt es Pita. Ich bin mit bezahlen dran, einmal die Woche ich sonst Mama. Aus meiner Schatztruhe werde ich ihr neun Euro und neunzig Cent geben. Danach ist Mamas Portmonee immer so dick, wie der Bauch eines Hängeschweins. „Geld ist Geld.“, pflegt Mama dann zu sagen.

Und wenn wir schon mal beim Geld sind. Wenn wir zur Schule laufen, kommen wir immer an einem wunderschönen Haus vorbei.“ Es ist total eingezäunt, sieht aus wie ein Hochsicherheitstrackt. Ich frage: “Wieso ist das Haus so gesichert?“ Mama antwortet: „Die Besitzer leben in Australien, kommen nur im Sommer her.“ Hä? „Warum brauchen sie dann ein Haus?“ „Eine Immobilie, eben ein Haus, ist eine gute Geldanlage.“, sagt Mama. „Das verstehe ich nicht.“ Nun erklärt Mama: “Das Geld auf der Bank verliert an Wert, wegen der Inflation. Wenn Du zehntausend Euro hast und es eine Inflation von 1,8 Prozent gibt und Du nur 0,2 Prozent Zinsen bekommst, dann verlierst Du im Jahr 160 Euro also 1,6 Prozent. Ein Haus steigt in der Regel im Wert. Zumindest, wenn Du es nicht total überteuert gekauft hast oder eine Immobilienblase platzt oder die Regierung uns enteignet. Das gab es schon einmal, nach dem Krieg.“ Sorry, ich verstehe Bahnhof.

Frage aber sicherheitshalber noch einmal nach. „Das Geld von meinem Buch bekomme ich auf die Hand, nicht auf irgend ein Konto, oder?“ Mama lacht und meint: „Gewiss, das ist unser Deal.“ Ich bin beruhigt.

Abends leisten wir uns ein Abendbrot im Hotel Zoe. Wir wollen uns dankbar zeigen, denn wir nutzen den Pool, das WLAN, die Liegen, die Duschen und Toiletten umsonst. Ich bekomme eine riesige Eistorte. Ich sage Euch, die ist voll lecker. Mama bestellt ein Lachsgericht von der Karte. Dieses wäre nicht vorrätig, dafür gebe es eine andere Variante. Ob Mama diese wolle. Ja, sie möchte gesunden Fisch essen. Zweimal die Woche hat es ihr Hausarzt empfohlen, wegen der Schilddrüsenunterfunktion, die sie danke der Tabletten hat, die sie schon seit vier Monate nicht mehr nimmt. Mama hat was im Kopf oder am? So genau weiß ich das nicht.

Mama isst gegrillten Lachs mit Gemüse und trinkt zwei Gläser Wein. Wir sitzen am Meer, es ist dunkel, das Meer rauscht und in den Bäumen hängen Korblampen, welche das Ambiente in ein dezentes Licht tauchen. Mama lächelt zufrieden vor sich hin und verlangt die Rechnung. Jetzt schläft ihr das Gesicht ein, dreißig Euro soll der Spaß kosten. Der Wein kostet zwei mal zweieurofünfzig, meine Eistorte sechs Euro, das macht elf Euro, da haben die doch tatsächlich neunzehn Euro für den Fisch berechnet. In der Karte stand er für zwölf Euro. Ohr nee, die Griechen bescheißen, wo sie können.

Mama frönt am anderen Morgen ihr neues Hobby, sie bescheißt die Griechen. Vor acht Uhr geht sie hinter in den Hotelgarten und holt unseren Gemüsevorrat für die Woche. Ab acht Uhr fangen die Griechen an mit Arbeiten, hier auch am Wochenende.

Mama holt Tomaten, Paprika, eine Honigmelone, Zitronen und Okraschoten. Diese liest sie vom Boden auf. Das war der Fehler, die kann man nicht essen, denn sie sind holzig. Na gut, da haben wir wieder etwas gelernt. Ach Gurken sind auch dabei. Das ist Mamas neues Geheimmittel, wenn sie mal wieder Tränensäcke hat. „Einfach die Gurken auf die Augen drücken und voila, es hilft.“, meint Mama. „Ich habe es mit teuren Crems versucht, schade ums Geld. Und die gewöhnliche Gurke, sie löst das Problem leidlich.“, erklärt Mama mir. Wer will das wissen? Ich nicht.

Am Samstag Abend haben wir „Go, Trappi go“ auf unserem Pool-Entertaiment-Programm. Wir lachen oft, vielleicht zu laut? Aber hier ist niemand, außer die Hotelgäste, welche am Pool vorbei vom Restaurant zu den Apartments flanieren.

Spät abends fahren wir wieder in die Berge in unser Haus. Es ist schon dunkel und wir gehen schlafen. Kalinichta! (Gute Nacht!)

Die zweite Schulwoche

Der Wecker klingelt, welch schreckliches Geräusch. Es ist noch etwas dunkel und wir sind hundemüde und dösen vor uns hin. „Oh Mann, warum muss ich in die Schule gehen?“, knurre ich. „Weil es eine Schulpflicht gibt und Du bist zur neunten Klasse in die Schule gehen musst. Und außerdem, musste ich da auch durch.“, belehrt mich Mama wie ein Oberlehrer. Aha.

Unser Wecker klingelt halb Sieben, halb Acht fahren wir los und um Acht geht die Schule los. Sind wir zu zeitig, dann kommt die Mama mit in die Schule. Wir laufen in mein Klassenzimmer, hängen den Ranzen an den Stuhl und gehen auf dem Schulhof. Es ist etwas frisch, also setzten wir uns auf die Bänke in der Sonne und haben einen Blick aufs Meer. Tief durchatmend seufzt Mama:“ Davon haben wir immer geträumt.“ Ich will mich nicht streiten, aber mein Traum war das nicht. Nur damit hier nichts Falsches geschrieben wird.

Langsam kommen immer mehr Kinder und spielen. Mama will gehen. „Okay, aber wir gehen noch einmal ins Klassenzimmer.“, bitte ich. „So machen wir es.“, antwortet Mama. Letzte Woche hatte ich zwölfuhrdreißig Schluss, das war zum Eingewöhnen. Nun holt mich Mama ein Uhr fünfzehn ab. Sie geht derweil ins Café auf dem Platio, erledigt ihre Wege und streitet sich mit Fifi rum. Fifi ist die Frau von unserem Handwerker und macht Mama große Sorgen, sie verlangt immer mehr Geld. Es gibt Streit. Ich mag das nicht, Mama auch nicht. Sie wird eine Lösung finden, denke ich. Aber es nervt uns. Abends weine ich das erste und wohl einzige Mal. Mama hat es satt, sie wird sich drei Angebote einholen und die Preise vergleichen, sagt sie. Schließlich war sie im Ministerium für Bau zuständig, hat um Millionen mit dem Finanzministerium verhandelt und lässt sich nicht von Fifi behumpsen. Punkt!

Mittwochs teilen wir die Woche und fahren wieder ans Meer.

Fortsetzung folgt unter Vorruhestand.blog

Impressum

Mia Fischer

Neudorf Straße 31

09629 Reinsberg

elkefischer2015@gmx.de

Vorruhestand.blog

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Goodbye Deutschland – Ein Ratgeber zur Krisenvorsorge

Da sitze Kerstin nun unter dem altem Baum, gemütlich in ihrem ergonomisch geformt Liegestuhl, schaukelt und denkt nach. Zu ihrer eigenen Überraschung haben sie es geschafft. Ihr Traum wurde wahr, sie müssen nie wieder arbeiten. Dabei sind sie erst fünfzig, Ossis, Normalos halt. Sie kauften ein Haus in Griechenland, meldeten ihre Tochter Mia von der Grundschule ab und wollen ihren Traum vom Überwintern im Süden leben.

Kerstin hat ihren gut dotierten Job als Referentin in einem Ministerium gekündigt. Zuletzt war sie im neu gegründeten Referat für Asylpolitik beschäftigt. Alles ging sehr schnell. Anfang August 2015, die Flüchtlingskatastrophe rollte über Deutschland hinweg. Kerstin hatte viele Gründe zu kündigen. Ein Grund war ihr Entsetzten darüber, wie die Bevölkerung betrogen und fehlinformiert wird. Sie erfuhr von einer geheimen Datenbank im Innenministerium, diese enthielt sämtliche Straftaten. Auf ihre Frage, ob diese Informationen denn nicht irgendwie an die Öffentlichkeit dringen könnten, bekam sie zur Antwort: „Nein, das wird niemals geschehen. Die Daten sind absolut vertraulich und geschützt.“ Sie erfuhr, dass damals im August 2015 ein Asylant in einer Nacht vier deutsche Mädchen mit HIV infizierte. Alles blieb geheim. Achtzig Prozent der Migranten sind junge, agile Männer. Die meisten werden von ihren Familien vorgeschickt, der Familiennachzug ist geplant. Derzeit gibt es ein Gesetz, welches den Familiennachzug für zwei Jahren aussetzt. Nach den Wahlen sind die zwei Jahre vorbei. Ein Grund mehr, die Zelte abzubrechen und auszuwandern.

Im August 2017, kurz vorm Start nach Griechenland, bucht Kerstin noch einen Heilkräuterkurs im Kloster Altzella. Sie ist begeistert.  Eine allwissende Kräuterfrau führt die Teilnehmer in die Geheimnisse der Frauenheilkunde ein. Es werden Kräuter erklärt, Rezepte gekocht, viel interessantes Wissen wird vermittelt. Kerstin und die Kräuterfrau treffen sich noch einmal im Kloster Altzella. Sie sind sich sympathisch und beschließen, gemeinsam Bücher zu schreiben. Altes Heilwissen soll mit neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengeführt werden, Rezepte zum Nachmachen wird es geben, Wohlstandskrankheiten zu heilen oder zu lindern ist das Ziel.

Die Fähre startet am 2. September 2017 in Venedig und bringt Kerstin und Mia nach Griechenland. Rico bleibt zu Hause in Deutschland. Ein Beinbruch vermieste ihm den ersten Sommer als Aussteiger. Ein Keim kam in die Wunde und so bleibt er erstmal in Deutschland. Unterdessen fallen die Umfragewerte der Kanzlerin. Es sind noch 22 Tage bis zur Wahl in Deutschland.

Kerstin und Mia kommen glücklich in ihrem Haus in Griechenlands Berge an. Das Auto ist voller Krimskrams, Kerstin hat mit Ausräumen zu tun. Sie hat vorgesorgt. Für atomare Zwischenfälle hat sie Jod (Lugolsche Lösung) und Zeolith eingepackt. Das Jod nimmt sie gegen ihre Schilddrüsenunterfunktion. Zeolith bindet generell giftige Stoffe im Körper und eben auch Radioaktivität. Außerdem hat sie MMS und Mariendistelsamen dabei. MMS hilft bei vielen Krankheiten, der Mariendistelsamen regeneriert die Leber. Die Griechen lieben ihren Wein, Kerstin auch. Seit sie den Mariendistelsamen isst, haben sich ihre Leberwerte verbessert.

Am 4. September fährt sie in die nächst gelegene Stadt, hat Internet und erfährt vom Stromausfall in Dresden, München und im Ruhrgebiet. Kerstin zuckt zusammen. Sie weiß, was ein Stromausfall bedeutet. Im Ministerium war sie für Krisenmanagement zuständig. Es dauert drei Tage, dann bricht das Chaos aus.

Am 7. September liest Kerstin von Plünderungen, Fahrverboten und Chaos in den Großstädten, leeren Supermärkten. Kerstin hat vorgesorgt. Rico wird nicht hungern müssen. Sie hortete einen Schrank voll mit Konserven, Hülsenfrüchten, viel Salzgebäck, Nüsse und Fertignahrung sind dabei. In der Nachkriegszeit waren Alkohol und Zigaretten beliebte Tauschmittel, Kerstin hat einen Schnapsvorrat angelegt.

Am 8. September gibt es im Ruhrgebiet bürgerkriegsartige Szenen. Asylanten plündern Wohnungen. Der nationale Notstand wird für das Ruhrgebiet ausgerufen, die Bundeswehr rückt ein. Auch in die sogenannten No Go Gebiete, diese Stadtteile werden von ausländischen Familienclans beherrscht.

Am 9. September funktioniert das Stromnetz wieder. Normalität kehrt schnell zurück. Die Versorgung der Bevölkerung wird durch die Bundeswehr organisiert. Die Supermärkte werden bewacht, Lebensmitteln nachgefüllt. Das zweitägige Fahrverbot wird aufgehoben. Am Montag den 11. September sollen die Bürger, wie gewohnt zur Arbeit gehen. Die Bundeskanzlerin hält eine Rede zur Lage der Nation, sie verspricht großzügige Hilfen. Sagt, die Behörden haben die Lage im Griff. Sie spricht über das Ruhrgebiet. Die Bundeswehr und die Polizei waren im Dauereinsatz. Haben die gut organisierten, gewaltbereiten und bewaffneten Clans im Griff. Es gab viele Verhaftungen, Prüfungen von Sozialmissbrauch sollen verstärkt durchgeführt werden, Abschiebungen drohen. Der Staat greift hart durch, das ist die Botschaft. Die Wahlen werden stattfinden.

Am 10. September liest Kerstin tief im Internet zwei Sparkassen in Niedersachsen melden Insolvenz an. Am 12. September ist eine Raiffeisenbanken in Sachsen Pleite.

Kerstin tauscht vorsorglich ihr Geld auf dem legalen Schweizer Konto in Dollar und Schweizer Franken um. Der Goldpreis verdoppelt sich. Kerstin freut sich, fünfzehn Prozent ihrer Ersparnisse hat sie in Gold angelegt.

Am 24. September gewinnt die CDU die Wahl knapp, es wird eine Koalition mit der FDP geben. Die AfD und die Linke sind gleichstark, haben je 11 Prozent bekommen. Die SPD und die Grünen sind die Wahlverlierer. Beiden bleibt der Einzug in den Bundestag versagt.

Am 25. September macht ein Gerücht die Runde, die Deutsche Bank sei insolvent. Es stimmt. Die Sorge ums Geld greift um sich, es kommt zum Banken-Run. Am 28. September bleiben die Banken geschlossen. Kerstin hat vorgesorgt und reichlich Bargeld bei Rico gelassen.

Am 30. September treten die Kanzlerin sowie der alte und neue Finanzminister vor die Kamera und erklären, dass die Geldkrise nur durch eine Währungsreform zu lösen sei. Auf Wunsch der Bevölkerung wird die Deutsche Mark wieder eingeführt, der Umtauschkurs entwertet die bestehenden Bankguthaben um die Hälfte. Für zwei Euro wird es eine Deutsche Mark geben. Damit wird der wirtschaftliche Unfug namens EURO abgeschafft.

Fortsetzung folgt unter: Vorruhestand.blog

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4 Dinge, die Sie beachten sollten, bevor Sie Ihr Kündigungsschreiben abgeben

Wege aus dem Hamsterrad

Als ich mit 48 Jahren meinen gut dotierten Job kündigte, war ich etwas spontan und machte daher einige Fehler.

Planen Sie die Selbstständigkeit oder wollen ebenfalls Aussteiger werden? Damit Sie richtig kündigen, erkläre ich Ihnen, was Sie besser machen können als ich, bei meinem spontanen Kündigungsschreiben.

Moralisch anspruchsvollere Menschen, kündigen Ihren Arbeitsvertrag und gehen nicht zur Arbeitsagentur, um Arbeitslosengeld zu beantragen. Ich ticke anders und bin der Meinung: Wer jahrelang in die Sozialversicherungen eingezahlt hat, hat alle Rechte der Welt, Leistungen in Anspruch zu nehmen.

4 Dinge, die Sie beachten sollten, bevor Sie Ihr Kündigungsschreiben abgeben

1. Vorbereitung der Kündigung, steuerlichen Aspekte

2. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld

3. Kündigung wegen Krankheit

4. Existenzgründung

Links

1. Vorbereitung der Kündigung, steuerlichen Aspekte

Das Arbeitslosengeld errechnet sich aus dem Nettolohn der letzten zwölf Monate, davon 67 Prozent (wenn mindestens ein Kind vorhanden ist, für welches noch Kindergeld gezahlt wird) oder 60 Prozent werden ausgezahlt. Wer zwei volle Jahre gearbeitet hat, erhält ein Jahr Anspruch auf Arbeitslosengeld. Sind Sie älter als 50 erhöht sich die Anspruchsdauer.

Die Höhe des Arbeitslosengeldes ist vom Nettolohn abhängig. Darum sollte der Nettolohn im Jahr vor der Kündigung so hoch wie möglich sein. Bei hohen Werbekosten, weil Sie beispielsweise einen langen Arbeitsweg haben, sollte ein Freibetrag beim Finanzamt beantragt werden. Durch den Freibetrag steigt der Nettolohn.

Versäumen Sie nicht zu prüfen, ob durch Steuerklassenwechsel der Nettolohn erhöht werden kann. Sind Sie verheiratet und planen den Ausstieg, kann es aus finanziellen Gründen Sinn machen, dass einer mit dem Ausstieg beginnt und der andere nach einem Jahr folgt. Denkbar ist dies, wenn beide ungefähr gleich viel verdienen und die Steuerklasse IV nutzen. Derjenige, welcher noch ein Jahr weiter arbeiten darf, kann sich über ein höheres Netto freuen, wenn er in die Steuerklasse III wechselt. Der Aussteiger genießt die freie Zeiteinteilung und nimmt die Steuerklasse V. Wechseln Sie erst, nachdem der erste Aussteiger seinen Bescheid über das Arbeitslosengeld (ALG) in der Hand hat, sonst büßt er ALG 1 ein. Die Steuerklasse spielt eine Rolle für die Höhe des ALG 1.

Das sind Gedankenspiele. Aus denen Sie erkennen, durch Nachdenken im Vorfeld kann Geld gespart oder generiert werden. Sämtliche Gedankenspiele, welche die Steuer betreffen, spiele ich mit dem Onlineprogramm SmartSteuer (siehe Link unten) durch. Erst mit Abgabe der Steuererklärung fallen einmalige Kosten von knapp 15 Euro an. Sie können eine mögliche Selbstständigkeit ebenso simulieren, wie alle anderen Sachverhalte und deren steuerliche Auswirkungen. Selbstverständlich können Sie zum Steuerberater gehen und sich beraten lassen.

2. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld

Wenn Sie in die Arbeitslosigkeit gehen, machen Sie nicht den Fehler, wie ich. Als ich mein Kündigungsschreiben unterschrieb, hatte ich noch ein dutzend Tage Urlaub. Diese wurde von meinem ehemaligen Arbeitgeber ausgezahlt, als ich arbeitslos war und sofort von der Arbeitsagentur auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Also achten Sie bitte darauf, dass Ihnen das Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, … noch in der Zeit ausgezahlt wird, in der Sie nicht arbeitslos gemeldet sind.

3. Kündigung wegen Krankheit

Sicher wissen Sie, dass bei einem Auflösungsvertrag oder einer Kündigung durch den Arbeitnehmer mit einer Sperre beim Arbeitslosengeld gerechnet werden muss. Es sei denn, es lassen sich gesundheitliche Gründe im Kündigungsschreiben anführen, die den Auflösungsvertrag oder die Kündigung rechtfertigen. Mit einem ärztlichen Attest ist die Beendigung des Arbeitsverhältnisses am sichersten zu begründen.

4. Existenzgründung

Worin besteht der finanzielle Vorteil einer Existenzgründung gegenüber der normalen Arbeitslosigkeit?

Sie bekommen einen Monat länger Arbeitslosengeld und neun Monate lang 300 Euro pro Monat in Summe 2.700 Euro mehr Geld. Wenn Sie es geschickt anstellen.

Wieso geschickt? Wer unter fünfzig Jahre ist, hat zwölf Monate Anspruch auf ALG 1. Für die Förderung müssen Sie noch mindestens fünf Monate Anspruch auf ALG 1 haben. Sie sollten darauf achten, erst nach sieben Monaten ALG 1 Bezug Ihre Unternehmung zu gründen. Dann bekommen Sie sechs Monate Förderung in Höhe Ihres ALG 1. So erhalten Sie genau einen Monat mehr Geld. Fünf Monate Anspruch hatten Sie noch, sechs Monate bekommen Sie nun. Wer über fünfzig ist bekommt 15 Monate, ab 55 erhält man 18 Monate und ab dem 58. Lebensjahr gibt es zwei Jahre ALG 1.

Vor der Existenzgründung müssen Sie einen Businessplan erstellen. Dieser wird durch eine geeignete Stelle (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) geprüft. Wer im Internet recherchiert und Glück hat, findet eine Vorlage eines Businessplans für die eigene Geschäftsidee. Die Nachnutzung spart Zeit, gegebenenfalls lassen sich hilfreiche Ideen und Tipps finden. Fünf oder sechs Monate nach der Gründung müssen Sie einen Zwischenbericht für die Arbeitsagentur verfassen. Darin ist nachzuweisen, dass Sie von Ihrer Unternehmung in Zukunft leben können. Gelingt Ihnen das, bekommen Sie neun Monate lang 300 Euro.

Zusätzlich hat die Existenzgründung den Vorteil, dass Sie sich nicht um einen neuen Job bemühen müssen, wie sonst von der Arbeitsagentur gefordert. Es ist sinnvoll, sich nach weiteren Förderungen umzusehen. Es gibt Fördermöglichkeiten für die Generation 50plus vom Bund. Ein Blick auf die entsprechenden Webseiten des jeweiligen Bundeslandes oder der EU lohnt sich.

Die Existenzförderung fällt in das Ermessen des jeweiligen Beraters bei der Arbeitsagentur und wird immer seltener gewährt. Es ist deshalb sicherer, wenn Sie sich um gute Kontakte zu Ihrem Berater bei der Arbeitsagentur bemühen. Ich empfehle Ihnen, vor der Kündigung einen Termin mit der Arbeitsagentur zu vereinbaren. Planen Sie zum Beispiel den Kauf eines Segelbootes und wollen Ihr Geld als Skipper oder mit Charter verdienen, sollten Sie im Vorfeld abchecken, inwieweit die Arbeitsagentur diese Selbstständigkeit fördert.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige nützliche Informationen zum Thema richtig Kündigen nahe bringen. Möchten Sie noch mehr Tipps, wie Sie in ein glückliches Aussteiger-Leben erfolgreich wechseln können, dann empfehle ich Ihnen mein Aussteigerbuch (siehe Link unten). Haben Sie eine Schwäche für Griechenland und träumen von einem Häuschen am Meer, dann lesen sie doch mein eBook „Auswandern nach Griechenland“ (siehe Link unten).

Nun bleibt mir nur noch, Ihnen viel Mut zu wünschen, damit Sie Ihr Kündigungsschreiben hin bekommen. Es ist gar nicht so schwer! Glauben Sie mir! Und das Aussteiger-Leben ist herrlich, denn es ist ein Leben. Gruß Elke

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Links

Steuerberechnungsprogramm

Aussteigerbuch

Hauskauf in Griechenland

4 Schritte, zur Rente mit 50

Rentenrechner

Reicht Ihre Rente zum Leben? Droht Altersarmut? – Ein Rentenrechner beantwortet diese Frage!

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Kürzeste Rede von Putin…….. vom 04. Februar 2013

Lebe/ Lebt in Rußland wie Russen ! Jede Minderheit, gleichgültig, woher sie kommt, sollte, wenn sie in Rußland leben will, dort arbeiten und essen, Russisch sprechen und das russische Gesetz respektieren.

Wenn sie das Gesetz der Scharia bevorzugen und das Leben von Muslimen führen wollen, dann raten wir ihnen, dorthin /an solche Orte zu gehen, wo das Staatsgesetz ist. Rußland braucht keine muslimischen Minderheiten. Die Minderheiten brauchen Rußland, und wir werden ihnen keine besonderen Privilegien gewähren oder unsere Gesetze zu ändern versuchen, um ihre Wünsche zu erfüllen, egal, wie laut sie „Diskriminierung“ schreien/rufen.

Wir werden keine Mißachtung unserer russischen Kultur dulden. Wir sollten besser aus dem Selbstmord von Amerika, England, Holland und Frankreich eine Lehre ziehen, wenn wir als Nation überleben wollen.

Die Muslime erobern/übernehmen diese Länder (gerade)/sind dabei, diese Länder zu übernehmen. Die russische Lebensart und Tradition ist nicht vereinbar mit dem Kulturmangel oder dem primitiven Wesen des Gesetzes der Scharia und der Muslime. Wenn diese (unsere) ehrenwerte gesetzesgebende Körperschaft in Erwägung zieht, neue Gesetze zu schaffen, sollte sie zu allererst das Interesse der russischen Nation im Auge haben, in Anbetracht der Tatsache, daß muslimische Minderheiten keine Russen sind.

Die Politiker der Duma gaben Putin eine fünfminütige stehende Ovation.

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4 Schritte zur Erwerbsminderungsrente: Die Erwerbsminderungsrente richtig und erfolgreich beantragen

Der Artikel kann am kommenden Sonntag (17.9) gratis bei Amazon herunter geladen werden. Nette Rezensionen bei Amazon sind willkommen. Vielen Dank! Gruß Elke

https://www.amazon.de/Schritte-zur-Erwerbsminderungsrente-erfolgreich-beantragen-ebook/dp/B07491KBCX/ref=zg_bs_618316031_3?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=9YY9TYXKWB7HZVPMNY0R

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4 Schritte, zur Rente mit 50

Wege aus dem Hamsterrad- Vorruhestandblog

Es ist leichter als Sie denken, zu kündigen und mit 50 in Rente zu gehen. Warum kann ich das behaupten? Nun ich lebe seit zwei Jahren in finanzieller Unabhängigkeit als Privatier. Damit habe ich mir mit knapp 48 Jahren meinen großen Traum erfüllt, seit dem, lebe ich das Leben, von dem ich immer geträumt habe.

Im Folgenden erkläre ich Ihnen, wie Sie prüfen können, ob Sie sich die Rente mit 50 leisten können.

1. Finanzielle Unabhängigkeit 

Die Frage, ob Sie finanziell unabhängig als Privatier leben können, beantwortet Ihnen ein Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer (siehe Link unten).

Für mich gilt der Rechner als Schlüssel zum Erfolg. Er half und hilft mir, unsere finanzielle Unabhängigkeit zu analysieren und verschiedenste Varianten zu kalkulieren. Ich kann nicht sagen, ob ich ohne den Rechner und seine vielfältigen Möglichkeiten den Ausstieg überhaupt in Erwägung gezogen hätte.

Mit dem Rechner verschaffen Sie sich unter Beachtung Ihrer erworbenen Rentenansprüche, eventueller Ersparnisse, der Inflation und der aktuellen Zinssätze einen finanziellen Überblick. Die genannten Werte können variabel eingegeben werden. Der Rechner stellt die Vermögenssituation in Jahresscheiben dar – bis zur Rente sowie im Rentenalter bis weit über das 100. Lebensjahr hinaus. Es zeigt die Vermögensentwicklung unter den Annahmen, die aus heutiger Sicht getroffen werden. Oder sarkastisch gesagt, aus der Tabelle lässt sich ablesen, was wir unseren Erben hinterlassen, und zwar für jedes Lebens- oder für das unbekannte Todesjahr.

Sie können den Rechner für fünf Euro kaufen. Dieser Rechner ist genial und einfach zu verstehen. Die Investition lohnt sich ebenso für Nicht-Aussteiger, die ihre finanzielle Zukunft betrachten möchten. Vielleicht sind Sie ja schon finanziell unabhängig? Und wissen nichts von Ihrer finanziellen Freiheit!

Ich sollte erwähnen, am Verkaufserlös bin ich nicht beteiligt. Der Entwickler spendet den Erlös (Greenpeace und SOS-Kinderdörfer).

2. Wieviel Geld braucht man eigentlich zum Leben?

Träumen Sie vom Leben als Aussteiger, dann müssen Sie sich diese Frage beantworten.

Ausgaben werden üblicherweise in fixe und variable Kosten eingeteilt. Die fixen Kosten ermitteln Sie, wenn Sie auf Ihre Kontoauszüge schauen. Zu den fixen Kosten zählen Versicherungen, Strom, Handyverträge und etc. – Ausgaben, die monatlich, quartalsweise oder jährlich anfallen.

Für die meisten Menschen ist die Miete beziehungsweise Kreditrate für die eigene Immobilie ein großer Posten. Klar im Vorteil sind Sie, wenn Sie ein schuldenfreies Haus oder eine schuldenfreie Wohnung besitzen. Nicht von ungefähr gilt ein eigenes Haus als die beste Altersvorsorge. Natürlich fallen für das eigene Heim Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten an. In Abhängigkeit vom Bauzustand sind diese in der Regel nicht so hoch wie eine Miete.

Neben den fixen gibt es die variablen Kosten für Lebensmittel, Kosmetik, Kleidung und dergleichen. Ich empfehle Ihnen, diese Ausgaben möglichst mehrere Monate zu erfassen. Bei mir gab es an dieser Stelle einen „Aha“-Effekt. Ich dachte, so um die 1.000 Euro pro Monat für den Lebensunterhalt inklusive der Restaurantbesuche auszugeben. Nein, es waren mehr als 1.800 Euro im ersten Monat. In den folgenden Monaten, als ich noch arbeiten ging, sah es leider nicht besser aus. Unsere Familie bestand zu diesem Zeitpunkt aus zwei Erwachsenen und einem Grundschulkind.

Die Ausgaben erfasste ich mit der App MoneyControl. Eine vorgefertigte Liste aus dem Internet oder eine eigene Liste sind ebenso nützlich. Kaufen Sie das Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer, ist eine vorgefertigte Liste zur Erfassung der Ausgaben inklusive. Den Vorteil von MoneyControl sehe ich in der Kategorisierung. Ich erfasste, ob das Geld für Reisen, Lebensmittel, Restaurantbesuche oder anderes ausgeben wird. Zusätzlich legte ich Gruppen fest, so dass mir beispielsweise die Ausgaben pro Urlaub bekannt waren.

Nun muss ich Ihnen etwas gestehen, anfänglich erfasste ich meine Ausgaben akribisch. Mittlerweile bin ich schludrig geworden und erfasse nichts mehr. Ich weiß, das Geld reicht. Ein schönes Gefühl. Ehrlich.

3. Lücken kreativ füllen

Verschenke ich mein Aussteigerbuch (siehe Link unten) an Bekannte und Freunde und frage dann nach, gefällt Ihnen mein Aussteigerbuch, allerdings höre ich oft: „Wir können uns die Rente mit 50 nicht leisten.“ Einige müssen den Kredit für das Haus noch abzahlen, andere verdienen wenig und haben kaum für die Rente vorgesorgt. Sicher nicht jeder kann mit 50 in Rente gehen. Aber nachrechnen kann jeder und sich Gedanken machen, wie die Lücke zu füllen ist, lohnt sich.

Kreativität ist gefragt. Sie können die eigene Wohnung oder das Haus vermieten, sofern Sie  Wohneigentum haben. Derzeit sind die Zinsen für Immobilienkredite unschlagbar günstig. Schauen Sie sich bei Ebay, Ebay Kleinanzeigen oder Immobilienscout24 um, vielleicht gibt es noch das eine oder andere Schnäppchen. Ich für mein Teil finde Mieteinnahmen als passives Einkommen am besten zur Finanzierung des Aussteiger-Lebens.

Sie können Ihr Hobby zum Beruf machen und in die Selbstständigkeit wechseln. Sie werden selber wissen, dass das nur funktioniert, wenn Sie mit Ihrem Hobby auch genug Geld verdienen können. Müßte ich von meinen Bucheinnahmen leben, hätte ich ein Problem. Davon kann ich nicht leben, es ist ein nettes Zubrot, mehr nicht.

Oder Sie machen es, wie die Aussteiger, die den Rechner programmiert haben. Diese reisen im Winter um die Welt und im Sommer haben sie 450 Euro Jobs. Damit bessern die Aussteiger ihre Rentenansprüche auf. Eine eigene Krankenversicherung können Sie aus einem 450 Euro Job nicht generieren. Dafür müssen Sie sich einen sogenannten Middi Job besorgen, der Verdienst liegt bei 450,01 Euro und geht bis 800 Euro. Das wird als Gleitzone bezeichnet. Ich füge unten einen Link zu einem Gleitzonenrechner an.

Planen Sie ein Leben als Aussteiger oder wollen in die Selbstständigkeit wechseln, dann sollten Sie sich mit Ihrer sozialen Absicherung befassen, dazu im nächsten Punkt mehr.

4. Kranken- und Rentenversicherung, Erwerbsminderung,

Krankenversicherung,

Bleiben Sie in Deutschland, dann müssen Sie eine Krankenversicherung haben. Auch wenn Sie in der Welt herum reisen oder auswandern, ich empfehle Ihnen, behalten Sie eine deutsche Krankenversicherung. Das deutsche Gesundheitssystem ist nun mal eines der besten auf der Welt, auch wenn es Mängel hat und die Krankenhäuser kaputt gespart werden.

Als Aussteiger kommen Sie gut, wenn Sie bei Ihrer Krankenkasse nach einem Hausfrauentarif fragen. Für zwei Erwachsene und ein Kind muss man mit 170 Euro monatlich für die Kranken- und Pflegeversicherung rechnen.

Wollen Sie sich Selbstständig machen und werden über das Arbeitsamt gefördert, werden Sie mehr bezahlen müssen. Sind ihre Einnahmen noch gering, verhandeln Sie bitte unbedingt mit Ihrer Krankenkasse wegen der Beiträge. Vielleicht können Sie geringere Beiträge aushandeln. Ein angedrohter Kassenwechsel kann die Verhandlung positiv beeinflußen.

Ich für meinen Teil würde nach Abschluss der Förderung, um einen Hausfrauentarif bitten. Natürlich dürfen Sie dann keine Einnahmen aus der Selbstständigkeit in Deutschland haben.

Die Alternative wäre ein Midi Job, damit sind Sie zu sehr niedrigen Kosten versichert (siehe Link unten, Gleitzonenrechner).

Sind Sie verheiratet und Ihr Ehepartner geht noch arbeiten, können Sie sich kostenlos familienversichern.

Eher scherzhaft denke ich an der Stelle an eine gestresste Ehefrau, die ihren Partner satt hat. Sie kann das Trennungsjahr nutzen und die Welt bereisen. Das spart die Krankenkasse (da noch eine Familienversicherung über den Mann besteht) und bringt zusätzlich Rentenpunkte, ist vielleicht auch die Entschädigung für jahrelangen Ehekrieg.

Braucht Sie als Aussteiger oder Selbstständiger eine Rentenversicherung?

Sie müssen wissen, dass der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente verloren geht, wenn Sie nicht mehr in die Rentenversicherung einzahlen.

Sie können freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Derzeit liegt der monatliche Mindestbeitrag bei 84 Euro.

Als zukünftiger Aussteiger müssen Sie überlegen, ob Sie sich den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente und Rehabilitation erhalten möchten. Die Erwerbsminderungsrente wird oft abgelehnt, sodass es gut abzuwägen gilt.

Möchten Sie mehr zur Erwerbsminderungsrente wissen, lesen Sie meinen Blog zur Erwerbsminderungsrente.

Seit dem 1. Juli 2017 können Sie Ihre Rente durch Zuzahlung aufbessern. Davon rate ich ab, mehr hierzu unter Ab 50 für mehr Rente sorgen

Brauchen Sie eine Auslandskrankenversicherung?

Nun wenn Sie nicht länger als sechs Wochen reisen, dann sind die üblichen, recht preiswerten Auslandskrankenversicherungen, ausreichend. Wollen Sie länger verreisen, wird oft die Hanse Merkur Versicherung empfohlen. Ich hatte vor längerer Zeit die Bedingungen der Hanse Merkur mit der Allianz verglichen und fand die Allianz preiswerter bei gleicher Leistung. Ich bekomme keine Provision von der Allianz 🙂

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige nützliche Informationen liefern, auf dem Weg zur Rente mit 50 oder wann auch immer. Ich wünsche Ihnen viel Glück und eine große Portion Mut sowie die nötige Kreativität. Gruß Elke

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Links

Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer

www.ratgeber-aussteigen.de

Aussteigerbuch

https://www.amazon.de/glücklich-frei-Lebe-Aussteiger-Berufsausstiegs-ebook/dp/B01MXDZMB4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1501070007&sr=8-1&keywords=aussteiger

Gleitzonenrechner

Ab 50 für mehr Rente sorgen

4 Schritte zur Erwerbsminderungsrente 

Richtig kündigen

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Ab 50 für mehr Rente sorgen

In der letzten Ausgabe Juli 2017 Finanztest der Stiftung Warentest las ich auf der Seite 21 „Sonderzahlungen an die Rentenkasse sind attraktiv“. Sonderzahlungen zum Ausgleich von Abschlägen, die bei vorzeitigem Ruhestand die Altersrente mindern, sind ab dem 1. Juli bereits mit 50 Jahren möglich, zuvor mussten die Versicherten 55 Jahre alt sein.

Im Artikel wird dann am Beispiel einer 50 Jahre alten Frau erklärt: „eine Monatsrente von 108 Euro für einen Einmalbeitrag von rund 26.000 Euro ist im derzeitigen Marktumfeld kaum schlagbar.“

Es geht also um die Frage: Was ist lohnender eine private Sofortrente oder die Einzahlung bei der Deutschen Rentenversicherung? Ab 50 für mehr Rente sorgen weiterlesen

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Auswandern nach Griechenland

Griechenland ist schön. Die Leute sind nett und gastfreundlich, die Sonne scheint auf das blaue Meer, der Wein und das Essen sind lecker. Was will man mehr?

Egal ob Sie auf dem Festland oder den griechischen Inseln, wie Kos, Kreta oder Rhodos Urlaub machen. Es lohnt sich. Aber vielleicht geht es Ihnen wie uns, irgendwann wollen Sie bleiben und überwintern. Sie denken über den Erwerb einer Immobilie nach? Nun es ist gar nicht so schwer, es gibt ein paar Feinheiten zu beachten, aber prinzipiell ist es kein Ding. Und der Zeitpunkt ist günstig.

Derzeit verkaufen viele Griechen. Die neu eingeführte Grundsteuer auf Immobilien wird zu teuer. Die Griechen lieben ihre Häuser, mussten bisher das leerstehende Haus der Oma oder der Tante nicht verkaufen. Es war eine ruhende, nichts kostende Immobilie. Nun sieht es anders aus. Die Grundsteuer ist zu zahlen und die Leute müssen verkaufen, denn es ist Krise.

Es ist auch ein wenig pervers. Die Milliarden der Griechenlandhilfe bezahlt auch von deutschen Steuergeldern fließt über Investoren zurück nach Deutschland. Reiche Griechen kaufen Immobilien in Berlin.

Hans Werner Sinn bestätigt, südländische Investoren kaufen im Ausland Sachwerte von den Krediten.

Kehren Sie den Spieß um, nutzen Sie die Krise und kaufen jetzt. Was dabei zu beachten ist, unsere Erfahrungen sowie Fakten zum Immobilienerwerb, den Nebenkosten und der Bürokratie können Sie in meinem Büchlein nachlesen.

Hauskauf in Griechenland

https://www.amazon.de/Auswandern-nach-Griechenland-Hauskauf-Erfahrungen-ebook/dp/B01MT38TBT/ref=sr_1_fkmr0_1?ie=UTF8&qid=1498564664&sr=8-1-fkmr0&keywords=Hauskauf+in+Griechenland

 

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Reicht Ihre Rente zum Leben? Droht Altersarmut? – Ein Rentenrechner beantwortet diese Frage!

Im Folgenden erläutere ich Ihnen eine einfache Methode, wie Sie in Ihre finanzielle Zukunft schauen können. Die Methodik ist analog der Berechnung, welche mir geholfen hat, mit 48 Jahren zu kündigen und seit dem, ein glückliches Leben als Aussteigerin zu führen. Hier erkläre ich an einem Beispiel, wie Sie prüfen können, ob die von Ihnen bereits erworbenen Rentenansprüche einmal für Sie zum Leben ausreichen.

Um Ihnen die Methodik des Rentenrechners zu erläutern, werden wir ein einfaches Beispiel betrachten. Nun ist es schwierig etwas zu erklären, was man nicht vor sich sieht. Daher, wenn Sie echtes Interesse haben, empfehle ich Ihnen, besorgen Sie sich den Rentenrechner (siehe Link unten). Es wurde von einem Aussteiger als

„Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer“

entwickelt und eignet sich sehr gut als Rentenrechner. Sie können den Rentenrechner für fünf Euro erwerben, das Geld wird gespendet. Sie bekommen sogar eine Spendenquittung.

Neben dem Rentenrechner benötigen Sie die Höhe Ihrer Ausgaben, die Einnahmen, soweit vorhanden, die Summe Ihrer Ersparnisse und die erworbenen Rentenansprüche. In meinem Aussteigerbuch (siehe Link unten) erörtere ich ausführlich diese Punkte. Je besser Sie Ihre Werte kennen, um so genauer wird die finanzielle Prognose. Ihre Rentenansprüche bekommen Sie jährlich mit der Renteninformation zugesandt.

Im Beispiel lege ich die folgenden Annahmen fest. Wir betrachten eine im Jahre 1966 geborene Person, welche die reguläre Rente mit 67 Jahren bekommt. Wer vor 1964 geboren ist, kann je nach Alter eher in Rente gehen. Wir nehmen an, diese Person hat einen Rentenanspruch von 1.650 Euro. Für die Kranken- und Pflegenversicherung ziehen wir vorsorglich 10 Prozent also 165 Euro ab, es bleiben 1.500 Euro Rentenanspruch übrig. Das Jahr des geplanten Ausstiegs ist in unserem Beispiel der reguläre Rentenbeginn, beim Jahrgang 1966 ist es das Jahr 2034. Bedenken Sie, der Rentenrechner ist für Aussteiger erstellt.
Weiter unten im Rentenrechner trage ich 1.000 Euro monatliche Ausgaben ein. Der Rentenrechner, er ist mit Excel erstellt, rechnet automatisch mit.

Nun weist der Rentenrechner die jährlichen Einnahmen, Ausgaben und die Differenz in Jahresscheiben aus. Reicht das Geld, wird die letzte Spalte grün, andernfalls wird sie giftrot. Im 108. Lebensjahr geht in unserem Beispiel das Geld aus, die letzte Spalte wird giftrot, vorher bis zum 107. Lebensjahr war alles gut. Nun es ist logisch, irgendwann reichen die 18.000 Euro (1.500 Euro mal zwölf Monate) jährlich nicht mehr, um die anfänglichen 12.000 Euro Ausgaben zu decken. Bei einer jährlichen angenommenen Rentenerhöhung von 0 Prozent und einer Teuerungsrate (Inflation) von 2 Prozent ist im 108. Lebensjahr Schluss. Aber bis zum 107 Lebensjahr ist es noch lange.

Nun variiere ich die Zahlen. Wenn unsere Person 1.500 Euro Rente bekommt, kann sie diese auch ausgeben? Ich setze 1.500 Euro als Ausgaben ein und sehe, es wird schon im 69. Lebensjahren giftrot und damit knapp. Wohlgemerkt nur, wenn die Rente nicht prozentual mit der Teuerungsrate erhöht wird. Tatsächlich ist die Rentenentwicklung nicht an die Inflation sondern an die Lohnentwicklung gekoppelt.

Was würden Sie bei diesem Dilemma als Finanzminister machen? Eine Möglichkeit wäre, das Regelrentenalter zu erhöhen. Unsere politischen Eliten sprach kürzlich vom Rentenbeginn ab dem 72. Lebensjahr. Die anderen Alternativen wären die Rentenkürzung oder die Steigerung des Rentenbeitragssatzes – alle drei Alternativen klingen nicht verlockend. Die demographische Entwicklung wird dem Finanzminister keinen Spielraum lassen, irgendwas muss geschehen, sonst reicht es nicht.

Doch schauen wir weiter: Variiere ich den Zinssatz auf die Ersparnisse, indem ich ihn von 0,5 Prozent auf 1 Prozent anhebe, kommen wir ein Jahr länger hin. Das Geld reicht bis zum 108. Lebensjahr. Sie merken an diesem Beispielen, es sind kleinste Änderungen an den Prozenten, die erhebliche Auswirkungen haben können. Ein ganzes Jahr in dem die Rente länger reicht, nur weil der Zinssatz auf die Ersparnisse um 0,5 Prozent angehoben wurde. Also wenn Sie dereinst wieder ein Schreiben über die geänderten Zinssätze ihrer Bank erhalten, mit dem Rentenrechner können Sie nachrechnen, wie sich das für Sie persönlich auswirkt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Methodik verständlich und nachvollziehbar darlegen.

Lassen Sie mich von einem privaten Aha-Effekt berichten. Als ich mit dem Rentenrechner spielte, die Zahlen variierte und unseren vorzeitigen Ausstieg vorbereitete, prüfte ich unsere Fixkosten. Also die Kosten, die monatlich oder jährlich permanent anfallen (Miete, Nebenkosten, Versicherung usw.). Ich versuchte die Kosten für die obligatorischen Versicherungen zu senken, in dem ich nach günstigeren Verträgen schaute. Es ging um 25 Euro jährlich, welche ich durch einen Vertragswechsel einsparte. Diese Einsparung an Fixkosten führte dazu, dass ich ganze 6.000 Euro weniger Ersparnisse benötigte, um vorzeitig, in meinem Fall mit 48 Jahren, auszusteigen. Wie lange benötigen Sie, um 6.000 Euro zu sparen? Genau, es ist eine Menge Geld, eingespart durch den Wechsel eines Versicherungsvertrages – wer hätte das gedacht?

Aussteigerbuch:

Aussteigerbuch

https://www.amazon.de/glücklich-frei-Lebe-Aussteiger-Berufsausstiegs-ebook/dp/B01MXDZMB4/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1493209017&sr=8-3&keywords=aussteiger

Rentenrechner:
http://www.ratgeber-aussteigen.de/frueher-aufhoeren.htm

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wozu dieser Blog

Ich möchte in diesem Blog über die verschiedensten Möglichkeiten des vorzeitigen Ruhestands schreiben. Es wird um die Rentenberechnung, die Erwerbsminderungsrente, den vorzeitigen Berufsausstieg, die finanzielle Absicherung, den Immobilienerwerb in Deutschland und Griechenland gehen. Sicher schreibe ich auch etwas übers Auswandern, denn wir planen ab September 2017 nach Griechenland zu ziehen. Dabei sehen wir das größte Problem darin, ob unsere Tochter im Vorschulalter in der dortigen normalen Schule zurecht kommt. Also schauen wir mal.