Finanzplanung mit einem Rentenrechner

Rentenrechner

Die Rente berechnen

Früher in Rente

Sie haben nur Hektik und Stress? Wollen mehr Zeit für sich? Träumen vom Berufsausstieg? Vielleicht können Sie sich die Frührente schon leisten und wissen es nicht. Ich stelle Ihnen einen Rentenrechner vor, mit dem Sie Ihre Chance prüfen können.

Die Methodik ist analog der Berechnung, welche mir zum Ausstieg verholfen hat. So konnte ich mit 48 Jahren kündigen, um ein glückliches Leben als Aussteigerin zu führen. Falls Sie ebenfalls früher in Rente gehen möchten, dann empfehle ich Ihnen mein Aussteigerbuch.

Um Ihnen die Methodik des Rentenrechners zu erläutern, werden wir ein einfaches Beispiel betrachten. Es ist schwierig etwas zu erklären, was man nicht vor sich sieht. Ich empfehle Ihnen, besorgen Sie sich den Rentenrechner. Es wurde von einem Aussteiger als

„Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer“

entwickelt und eignet sich sehr gut als Rentenrechner zur Finanzplanung der Rente. Sie können den Rentenrechner für fünf Euro erwerben, das Geld wird gespendet. Sie bekommen eine Spendenquittung.

Neben dem Rentenrechner benötigen Sie die Höhe Ihrer Ausgaben, die Einnahmen, die Summe Ihrer Ersparnisse und die erworbenen Rentenansprüche. Je besser Sie Ihre Werte kennen, um so genauer wird die finanzielle Prognose. Ihre Rentenansprüche bekommen Sie jährlich mit der Renteninformation zugesandt.

Rentenrechner – ein Beispiel

Im Beispiel lege ich die folgenden Annahmen fest. Wir betrachten eine im Jahre 1966 geborene Person, welche die reguläre Rente mit 67 Jahren bekommt. Wer vor 1964 geboren ist, kann je nach Alter eher in Rente gehen. Wir nehmen an, diese Person hat einen Rentenanspruch von 1.650 Euro. Für die Kranken- und Pflegenversicherung ziehen wir zehn Prozent (165 Euro) ab. Es bleiben 1.500 Euro Rentenanspruch übrig. Das Jahr des geplanten Ausstiegs ist in unserem Beispiel der reguläre Rentenbeginn, beim Jahrgang 1966 ist es das Jahr 2034.

Unten im Rentenrechner trage ich 1.000 Euro monatliche Ausgaben ein. Der Rentenrechner rechnet automatisch mit. Er ist mit Excel erstellt.

Der Rentenrechner gibt die jährlichen Einnahmen, Ausgaben und die Differenz in Jahresscheiben aus. Reicht das Geld, wird die letzte Spalte grün, andernfalls giftrot. Im einhundertachten Lebensjahr ist das Geld alle. Die letzte Spalte wird rot. Es ist logisch, irgendwann reichen die 18.000 Euro (1.500 Euro mal zwölf Monate) jährlich nicht mehr, um die anfänglichen 12.000 Euro Ausgaben zu decken. Bei einer jährlichen angenommenen Rentenerhöhung von 0 Prozent und einer Teuerungsrate (Inflation) von 2 Prozent ist im 108. Lebensjahr Schluss. Bis zum 107. Lebensjahr ist es noch lange.

Bekommt unsere Person 1.500 Euro Rente, kann sie diese ausgeben? Ich setze 1.500 Euro als Ausgaben ein und sehe, es wird schon im 69. Lebensjahren giftrot und damit knapp. Die Inflation frisst die Rente.

Was kann der Rentenrechner noch

Variiere ich den Zinssatz auf die Ersparnisse von 0,5 Prozent auf 1 Prozent. Kommen wir ein Jahr länger hin. Das Geld reicht bis zum 108. Lebensjahr. Sie merken es sind kleinste Änderungen an den Prozenten, die erhebliche Auswirkungen haben können. Ein ganzes Jahr in dem die Rente länger reicht. Erhalten Sie wieder einmal ein Schreiben über die geänderten Zinssätze ihrer Bank. Können Sie nachrechnen, wie sich das für Sie persönlich auswirkt.

Lassen Sie mich von einem privaten Aha-Effekt berichten. Als ich mit dem Rentenrechner die Zahlen variierte und unseren vorzeitigen Ausstieg vorbereitete, prüfte ich unsere Fixkosten. Die Kosten, die monatlich oder jährlich permanent anfallen (Miete, Nebenkosten, Versicherung usw.). Ich versuchte die Kosten für die obligatorischen Versicherungen zu senken. Schaute nach günstigeren Verträgen. Es ging um 25 Euro jährlich, welche ich durch einen Vertragswechsel einsparte. Ich benötigte ganze 6.000 Euro weniger Ersparnisse um früher in Rente zu gehen. Wie lange brauchen Sie, um 6.000 Euro zu sparen? Genau, es ist eine Menge Geld, eingespart durch den Wechsel eines Versicherungsvertrages . Wer hätte das gedacht?

Den Zinssatz mit einem Prozent anzusetzen, ist in der derzeitigen Zinsphase (Herbst 2016) angemessen. Möchten Sie genauer kalkulieren? Schauen Sie bei Ihrer Bank nach dem aktuellen Zinssatz. Die voreingestellten zwei Prozent Inflation entsprechen dem jährlichen Durchschnitt der letzten Jahre. Die Rentenanpassung von 0,5 Prozent liegt weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Es ist bekannt. Die Renten sind nicht so sicher. Wie das von mindestens einem Politiker behauptet wurde. Wer vorsichtig kalkulieren möchte, der wählt eine Rentenanpassung von null Prozent.

Die Rentenentwicklung ist  an die Lohnentwicklung gekoppelt.

Wieviel Geld braucht man als Aussteiger ?

Diese Frage beantwortet jemand aus unserer Gesellschaft sicher ganz anders, als jemand aus einem Entwicklungsland. In meinem Ratgeber zur finanziellen Planung des vorzeitigen Berufsausstiegs, beantworte ich diese Frage. Mein Aussteigerbuch fasst mein gesamtes Wissen zum Thema vorzeitiger Berufsausstieg aus zwei Jahren Vorbereitung zusammen.

Wieviel Geld jemand benötigt, hängt von den persönlichen Präferenzen und Gegebenheiten ab. Ich habe verschiedenste Varianten durchgespielt. Ich kalkulierte mein Auto zu verkaufen. Der Verkaufspreis erhöhte meine Ersparnisse, die Ausgaben verringerten sich um mindestens 50 Euro pro Monat. Das Auto ist verkauft. Sicher, für diese Entscheidung benötige ich kein Programm. Der Rentenrechner hat seinen Charme. Die finanziellen Auswirkungen werden anschaulich dargestellt und in Beziehung zu den sonstigen Ausgaben und Einnahmen gesetzt: und dies über die Jahre.

Sie möchten kein Aussteiger werden? Mit dem Rentenrechner können Sie in Ihre finanzielle Zukunft schauen.

Die Entscheidung – wann in Rente?

Im Juli 2014 gab es eine Gesetzesänderung. Sie können ab 63 Jahren ohne Abschläge in Altersrente gehen. Sie benötigen 45 Rentenversicherungsjahre. Ab Jahrgang 1953 steigt diese Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente wieder schrittweise an. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt bei 65 Jahren. In der jährlichen Renteninformation können Sie nachlesen, wieviel Rentenversicherungsjahre Sie schon haben. Ich empfehle  Ihnen eine Beratung bei der Rentenversicherung. Manchmal genügt ein Anruf.

Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, kann eher in Rente gegangen werden. Leider mit bleibenden Abschlägen. Sie benötigen 35 Jahre Beitrags- und Anrechnungszeiten. Das sind 12 Monate mal 35 Jahre gleich 420 Monate.

Fehlen noch Monate um 45 oder 35 Jahre Beitrags- und Anrechnungszeiten vorzuweisen, so können Sie diese als geringfügig Beschäftigter erwerben.  Sie sind nicht krankenversichert. Besser ist ein Midi-Job. Mehr Informationen darüber, finden Sie hier.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, können Sie die Rentenhöhe über die Kurzauskunft abfragen. Auf dieser Kurzauskunft werden die Beträge für Kranken- und Pflegeversicherung ausgewiesen. Von der Rente müssen Sie mindestens zehn Prozent für Kranken- und Pflegeversicherung ziehen.

Für jeden Rentenmonat bei der vorgezogenen Rente (mit Abschlägen), muss mit 0,3 Prozent dauerhaften Abschlag gerechnet werden. Bei vier Jahren sind das 0,3 Prozent mal zwölf Monate mal vier Jahre ist gleich 14,4 Prozent. Bei einen Rentenanspruch von 1.000 Euro sind 144 Euro abzuziehen. Von den 856 Euro Rente ziehen Sie derzeit mindestens zehn Prozent für Sozialversicherung ab. Die Rente verringert sich um 86 Euro auf ungefähr 770 Euro pro Monat.