4 Schritte, zur Rente mit 50

Wollen Sie wissen, ob Sie sich die Rente mit 50 leisten können und ob Sie früher in Rente gehen können?

Wege aus dem Hamsterrad- Vorruhestandblog

Es ist leichter als Sie denken, zu kündigen und mit 50 in Rente zu gehen. Warum kann ich das behaupten? Nun ich lebe seit zwei Jahren in finanzieller Unabhängigkeit als Privatier. Damit habe ich mir mit knapp 48 Jahren meinen großen Traum erfüllt, seit dem, lebe ich das Leben, von dem ich immer geträumt habe.

Im Folgenden erkläre ich Ihnen, wie Sie prüfen können, ob Sie sich die Rente mit 50 leisten können.

1. Finanzielle Unabhängigkeit 

Die Frage, ob Sie finanziell unabhängig als Privatier leben können, beantwortet Ihnen ein Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer (siehe Link unten).

Für mich gilt der Rechner als Schlüssel zum Erfolg. Er half und hilft mir, unsere finanzielle Unabhängigkeit zu analysieren und verschiedenste Varianten zu kalkulieren. Ich kann nicht sagen, ob ich ohne den Rechner und seine vielfältigen Möglichkeiten den Ausstieg überhaupt in Erwägung gezogen hätte.

Mit dem Rechner verschaffen Sie sich unter Beachtung Ihrer erworbenen Rentenansprüche, eventueller Ersparnisse, der Inflation und der aktuellen Zinssätze einen finanziellen Überblick. Die genannten Werte können variabel eingegeben werden. Der Rechner stellt die Vermögenssituation in Jahresscheiben dar – bis zur Rente sowie im Rentenalter bis weit über das 100. Lebensjahr hinaus. Es zeigt die Vermögensentwicklung unter den Annahmen, die aus heutiger Sicht getroffen werden. Oder sarkastisch gesagt, aus der Tabelle lässt sich ablesen, was wir unseren Erben hinterlassen, und zwar für jedes Lebens- oder für das unbekannte Todesjahr.

Sie können den Rechner für fünf Euro kaufen. Dieser Rechner ist genial und einfach zu verstehen. Die Investition lohnt sich ebenso für Nicht-Aussteiger, die ihre finanzielle Zukunft betrachten möchten. Vielleicht sind Sie ja schon finanziell unabhängig? Und wissen nichts von Ihrer finanziellen Freiheit!

Ich sollte erwähnen, am Verkaufserlös bin ich nicht beteiligt. Der Entwickler spendet den Erlös (Greenpeace und SOS-Kinderdörfer).

2. Wieviel Geld braucht man eigentlich zum Leben?

Träumen Sie vom Leben als Aussteiger, dann müssen Sie sich diese Frage beantworten.

Ausgaben werden üblicherweise in fixe und variable Kosten eingeteilt. Die fixen Kosten ermitteln Sie, wenn Sie auf Ihre Kontoauszüge schauen. Zu den fixen Kosten zählen Versicherungen, Strom, Handyverträge und etc. – Ausgaben, die monatlich, quartalsweise oder jährlich anfallen.

Für die meisten Menschen ist die Miete beziehungsweise Kreditrate für die eigene Immobilie ein großer Posten. Klar im Vorteil sind Sie, wenn Sie ein schuldenfreies Haus oder eine schuldenfreie Wohnung besitzen. Nicht von ungefähr gilt ein eigenes Haus als die beste Altersvorsorge. Natürlich fallen für das eigene Heim Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten an. In Abhängigkeit vom Bauzustand sind diese in der Regel nicht so hoch wie eine Miete.

Neben den fixen gibt es die variablen Kosten für Lebensmittel, Kosmetik, Kleidung und dergleichen. Ich empfehle Ihnen, diese Ausgaben möglichst mehrere Monate zu erfassen. Bei mir gab es an dieser Stelle einen „Aha“-Effekt. Ich dachte, so um die 1.000 Euro pro Monat für den Lebensunterhalt inklusive der Restaurantbesuche auszugeben. Nein, es waren mehr als 1.800 Euro im ersten Monat. In den folgenden Monaten, als ich noch arbeiten ging, sah es leider nicht besser aus. Unsere Familie bestand zu diesem Zeitpunkt aus zwei Erwachsenen und einem Grundschulkind.

Die Ausgaben erfasste ich mit der App MoneyControl. Eine vorgefertigte Liste aus dem Internet oder eine eigene Liste sind ebenso nützlich. Kaufen Sie das Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer, ist eine vorgefertigte Liste zur Erfassung der Ausgaben inklusive. Den Vorteil von MoneyControl sehe ich in der Kategorisierung. Ich erfasste, ob das Geld für Reisen, Lebensmittel, Restaurantbesuche oder anderes ausgeben wird. Zusätzlich legte ich Gruppen fest, so dass mir beispielsweise die Ausgaben pro Urlaub bekannt waren.

Nun muss ich Ihnen etwas gestehen, anfänglich erfasste ich meine Ausgaben akribisch. Mittlerweile bin ich schludrig geworden und erfasse nichts mehr. Ich weiß, das Geld reicht. Ein schönes Gefühl. Ehrlich.

3. Lücken kreativ füllen

Verschenke ich mein Aussteigerbuch (siehe Link unten) an Bekannte und Freunde und frage dann nach, gefällt Ihnen mein Aussteigerbuch, allerdings höre ich oft: „Wir können uns die Rente mit 50 nicht leisten.“ Einige müssen den Kredit für das Haus noch abzahlen, andere verdienen wenig und haben kaum für die Rente vorgesorgt. Sicher nicht jeder kann mit 50 in Rente gehen. Aber nachrechnen kann jeder und sich Gedanken machen, wie die Lücke zu füllen ist, lohnt sich.

Kreativität ist gefragt. Sie können die eigene Wohnung oder das Haus vermieten, sofern Sie  Wohneigentum haben. Derzeit sind die Zinsen für Immobilienkredite unschlagbar günstig. Schauen Sie sich bei Ebay, Ebay Kleinanzeigen oder Immobilienscout24 um, vielleicht gibt es noch das eine oder andere Schnäppchen. Ich für mein Teil finde Mieteinnahmen als passives Einkommen am besten zur Finanzierung des Aussteiger-Lebens.

Sie können Ihr Hobby zum Beruf machen und in die Selbstständigkeit wechseln. Sie werden selber wissen, dass das nur funktioniert, wenn Sie mit Ihrem Hobby auch genug Geld verdienen können. Müßte ich von meinen Bucheinnahmen leben, hätte ich ein Problem. Davon kann ich nicht leben, es ist ein nettes Zubrot, mehr nicht.

Oder Sie machen es, wie die Aussteiger, die den Rechner programmiert haben. Diese reisen im Winter um die Welt und im Sommer haben sie 450 Euro Jobs. Damit bessern die Aussteiger ihre Rentenansprüche auf. Eine eigene Krankenversicherung können Sie aus einem 450 Euro Job nicht generieren. Dafür müssen Sie sich einen sogenannten Middi Job besorgen, der Verdienst liegt bei 450,01 Euro und geht bis 800 Euro. Das wird als Gleitzone bezeichnet. Ich füge unten einen Link zu einem Gleitzonenrechner an.

Planen Sie ein Leben als Aussteiger oder wollen in die Selbstständigkeit wechseln, dann sollten Sie sich mit Ihrer sozialen Absicherung befassen, dazu im nächsten Punkt mehr.

4. Kranken- und Rentenversicherung, Erwerbsminderung,

Krankenversicherung,

Bleiben Sie in Deutschland, dann müssen Sie eine Krankenversicherung haben. Auch wenn Sie in der Welt herum reisen oder auswandern, ich empfehle Ihnen, behalten Sie eine deutsche Krankenversicherung. Das deutsche Gesundheitssystem ist nun mal eines der besten auf der Welt, auch wenn es Mängel hat und die Krankenhäuser kaputt gespart werden.

Als Aussteiger kommen Sie gut, wenn Sie bei Ihrer Krankenkasse nach einem Hausfrauentarif fragen. Für zwei Erwachsene und ein Kind muss man mit 170 Euro monatlich für die Kranken- und Pflegeversicherung rechnen.

Wollen Sie sich Selbstständig machen und werden über das Arbeitsamt gefördert, werden Sie mehr bezahlen müssen. Sind ihre Einnahmen noch gering, verhandeln Sie bitte unbedingt mit Ihrer Krankenkasse wegen der Beiträge. Vielleicht können Sie geringere Beiträge aushandeln. Ein angedrohter Kassenwechsel kann die Verhandlung positiv beeinflußen.

Ich für meinen Teil würde nach Abschluss der Förderung, um einen Hausfrauentarif bitten. Natürlich dürfen Sie dann keine Einnahmen aus der Selbstständigkeit in Deutschland haben.

Die Alternative wäre ein Midi Job, damit sind Sie zu sehr niedrigen Kosten versichert (siehe Link unten, Gleitzonenrechner).

Sind Sie verheiratet und Ihr Ehepartner geht noch arbeiten, können Sie sich kostenlos familienversichern.

Eher scherzhaft denke ich an der Stelle an eine gestresste Ehefrau, die ihren Partner satt hat. Sie kann das Trennungsjahr nutzen und die Welt bereisen. Das spart die Krankenkasse (da noch eine Familienversicherung über den Mann besteht) und bringt zusätzlich Rentenpunkte, ist vielleicht auch die Entschädigung für jahrelangen Ehekrieg.

Braucht Sie als Aussteiger oder Selbstständiger eine Rentenversicherung?

Sie müssen wissen, dass der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente verloren geht, wenn Sie nicht mehr in die Rentenversicherung einzahlen.

Sie können freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Derzeit liegt der monatliche Mindestbeitrag bei 84 Euro.

Als zukünftiger Aussteiger müssen Sie überlegen, ob Sie sich den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente und Rehabilitation erhalten möchten. Die Erwerbsminderungsrente wird oft abgelehnt, sodass es gut abzuwägen gilt.

Möchten Sie mehr zur Erwerbsminderungsrente wissen, lesen Sie meinen Blog zur Erwerbsminderungsrente.

Seit dem 1. Juli 2017 können Sie Ihre Rente durch Zuzahlung aufbessern. Davon rate ich ab, mehr hierzu unter Ab 50 für mehr Rente sorgen

Brauchen Sie eine Auslandskrankenversicherung?

Nun wenn Sie nicht länger als sechs Wochen reisen, dann sind die üblichen, recht preiswerten Auslandskrankenversicherungen, ausreichend. Wollen Sie länger verreisen, wird oft die Hanse Merkur Versicherung empfohlen. Ich hatte vor längerer Zeit die Bedingungen der Hanse Merkur mit der Allianz verglichen und fand die Allianz preiswerter bei gleicher Leistung. Ich bekomme keine Provision von der Allianz 🙂

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige nützliche Informationen liefern, auf dem Weg zur Rente mit 50 oder wann auch immer. Ich wünsche Ihnen viel Glück und eine große Portion Mut sowie die nötige Kreativität. Gruß Elke

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Links

Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer

www.ratgeber-aussteigen.de

Aussteigerbuch

Gleitzonenrechner

Ab 50 für mehr Rente sorgen

4 Schritte zur Erwerbsminderungsrente 

Kündigen Link folgt noch

Reicht Ihre Rente zum Leben? Droht Altersarmut? – Ein Rentenrechner beantwortet diese Frage!

Eine einfache Methode mit der Sie prüfen können, ob Ihre Rente zum Leben reicht.

Im Folgenden erläutere ich Ihnen eine einfache Methode, wie Sie in Ihre finanzielle Zukunft schauen können. Die Methodik ist analog der Berechnung, welche mir geholfen hat, mit 48 Jahren zu kündigen und seit dem, ein glückliches Leben als Aussteigerin zu führen. Hier erkläre ich an einem Beispiel, wie Sie prüfen können, ob die von Ihnen bereits erworbenen Rentenansprüche einmal für Sie zum Leben ausreichen.

Um Ihnen die Methodik des Rentenrechners zu erläutern, werden wir ein einfaches Beispiel betrachten. Nun ist es schwierig etwas zu erklären, was man nicht vor sich sieht. Daher, wenn Sie echtes Interesse haben, empfehle ich Ihnen, besorgen Sie sich den Rentenrechner (siehe Link unten). Es wurde von einem Aussteiger als

„Berechnungsprogramm für Berufsaussteiger und Auswanderer“

entwickelt und eignet sich sehr gut als Rentenrechner. Sie können den Rentenrechner für fünf Euro erwerben, das Geld wird gespendet. Sie bekommen sogar eine Spendenquittung.

Neben dem Rentenrechner benötigen Sie die Höhe Ihrer Ausgaben, die Einnahmen, soweit vorhanden, die Summe Ihrer Ersparnisse und die erworbenen Rentenansprüche. In meinem Aussteigerbuch (siehe Link unten) erörtere ich ausführlich diese Punkte. Je besser Sie Ihre Werte kennen, um so genauer wird die finanzielle Prognose. Ihre Rentenansprüche bekommen Sie jährlich mit der Renteninformation zugesandt.

Im Beispiel lege ich die folgenden Annahmen fest. Wir betrachten eine im Jahre 1966 geborene Person, welche die reguläre Rente mit 67 Jahren bekommt. Wer vor 1964 geboren ist, kann je nach Alter eher in Rente gehen. Wir nehmen an, diese Person hat einen Rentenanspruch von 1.650 Euro. Für die Kranken- und Pflegenversicherung ziehen wir vorsorglich 10 Prozent also 165 Euro ab, es bleiben 1.500 Euro Rentenanspruch übrig. Das Jahr des geplanten Ausstiegs ist in unserem Beispiel der reguläre Rentenbeginn, beim Jahrgang 1966 ist es das Jahr 2034. Bedenken Sie, der Rentenrechner ist für Aussteiger erstellt.
Weiter unten im Rentenrechner trage ich 1.000 Euro monatliche Ausgaben ein. Der Rentenrechner, er ist mit Excel erstellt, rechnet automatisch mit.

Nun weist der Rentenrechner die jährlichen Einnahmen, Ausgaben und die Differenz in Jahresscheiben aus. Reicht das Geld, wird die letzte Spalte grün, andernfalls wird sie giftrot. Im 108. Lebensjahr geht in unserem Beispiel das Geld aus, die letzte Spalte wird giftrot, vorher bis zum 107. Lebensjahr war alles gut. Nun es ist logisch, irgendwann reichen die 18.000 Euro (1.500 Euro mal zwölf Monate) jährlich nicht mehr, um die anfänglichen 12.000 Euro Ausgaben zu decken. Bei einer jährlichen angenommenen Rentenerhöhung von 0 Prozent und einer Teuerungsrate (Inflation) von 2 Prozent ist im 108. Lebensjahr Schluss. Aber bis zum 107 Lebensjahr ist es noch lange.

Nun variiere ich die Zahlen. Wenn unsere Person 1.500 Euro Rente bekommt, kann sie diese auch ausgeben? Ich setze 1.500 Euro als Ausgaben ein und sehe, es wird schon im 69. Lebensjahren giftrot und damit knapp. Wohlgemerkt nur, wenn die Rente nicht prozentual mit der Teuerungsrate erhöht wird. Tatsächlich ist die Rentenentwicklung nicht an die Inflation sondern an die Lohnentwicklung gekoppelt.

Was würden Sie bei diesem Dilemma als Finanzminister machen? Eine Möglichkeit wäre, das Regelrentenalter zu erhöhen. Unser Finanzminister sprach kürzlich vom Rentenbeginn ab dem 70. Lebensjahr. Die anderen Alternativen wären die Rentenkürzung oder die Steigerung des Rentenbeitragssatzes – alle drei Alternativen klingen nicht verlockend. Die demographische Entwicklung wird dem Finanzminister keinen Spielraum lassen, irgendwas muss geschehen, sonst reicht es nicht.

Doch schauen wir weiter: Variiere ich den Zinssatz auf die Ersparnisse, indem ich ihn von 0,5 Prozent auf 1 Prozent anhebe, kommen wir ein Jahr länger hin. Das Geld reicht bis zum 108. Lebensjahr. Sie merken an diesem Beispielen, es sind kleinste Änderungen an den Prozenten, die erhebliche Auswirkungen haben können. Ein ganzes Jahr in dem die Rente länger reicht, nur weil der Zinssatz auf die Ersparnisse um 0,5 Prozent angehoben wurde. Also wenn Sie dereinst wieder ein Schreiben über die geänderten Zinssätze ihrer Bank erhalten, mit dem Rentenrechner können Sie nachrechnen, wie sich das für Sie persönlich auswirkt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Methodik verständlich und nachvollziehbar darlegen.

Lassen Sie mich von einem privaten Aha-Effekt berichten. Als ich mit dem Rentenrechner spielte, die Zahlen variierte und unseren vorzeitigen Ausstieg vorbereitete, prüfte ich unsere Fixkosten. Also die Kosten, die monatlich oder jährlich permanent anfallen (Miete, Nebenkosten, Versicherung usw.). Ich versuchte die Kosten für die obligatorischen Versicherungen zu senken, in dem ich nach günstigeren Verträgen schaute. Es ging um 25 Euro jährlich, welche ich durch einen Vertragswechsel einsparte. Diese Einsparung an Fixkosten führte dazu, dass ich ganze 6.000 Euro weniger Ersparnisse benötigte, um vorzeitig, in meinem Fall mit 48 Jahren, auszusteigen. Wie lange benötigen Sie, um 6.000 Euro zu sparen? Genau, es ist eine Menge Geld, eingespart durch den Wechsel eines Versicherungsvertrages – wer hätte das gedacht?

Aussteigerbuch:

Aussteigerbuch

Rentenrechner:
http://www.ratgeber-aussteigen.de/frueher-aufhoeren.htm